Dicke Luft in Peking

Dienstag, 29. Juli 2008, 14:47, Pierre Markuse

Smog in Peking

Die Luft in Peking ist noch immer nicht so, wie sie sein sollte. Sogar die Umweltbehörde Pekings gibt offen zu, dass für gefährdete Personengruppen, wie z.B. ältere Menschen oder Personen mit bereits bestehenden Lungenproblemen, die Luft in Peking noch immer zu belastet ist.

Für die Sportler, und hier insbesondere die Ausdauersportler, ist das natürlich unangenehm. Probleme beim Atmen schlagen sich direkt in den Leistungen nieder, weil die Muskeln nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt werden. Hinzu kommt die Gefahr späterer Lungenerkrankungen, weil bei der Belastung beim Sport Feinstäube z.B. extrem tief und über einen längeren Zeitraum inhaliert werden.

Einige Athleten denken bereits daran, nicht zu starten, wenn an den Wettkampftagen die Situation zu schlecht sein sollte.

Chinas Kampf für saubere Luft

Dabei kann man nicht behaupten, dass China nichts dagegen unternehmen würde. China hat einige, teils drastische, Maßnahmen ergriffen um der Luftverschmutzung Herr zu werden.

So dürfen an Tagen mit geradem Datum nur Autos mit gerader Zahl auf dem Nummernschild fahren und an ungeraden Daten eben die Autos mit ungeraden Zahlen. Dadurch reduziert sich die Belastung durch den Verkehr schon erheblich. Besonders Feinstäube werden reduziert.

Auch Fabriken hat es getroffen. Hunderte Fabriken mussten die Produktion reduzieren, oder sogar komplett einstellen.

Doch all diese Maßnahmen schaffen es nicht in so kurzer Zeit, die Misstände von Jahrzehnten einer Industriepolitik ohne Umweltschutzaspekte umzukehren.

China gibt sich große Mühe diese Olympischen Spiele als “grüne Spiele” zu präsentieren. Viele Umweltschutzmaßnahmen sollen auch noch nach den Spielen in Kraft bleiben, dass ist zumindest ein Anfang.

Doch für diese Spiele kamen die Maßnahmen wohl zu spät. Es ist unwahrscheinlich, dass die Athleten an allen Tagen saubere Luft haben werden.

Schön wäre es natürlich wenn diese Olympischen Spiele einen nachhaltigen Effekt haben und China zukünftig dem Umweltschutz mehr Bedeutung beimisst. Aber das ist wohl, wie die meisten Dinge in der Politik, wieder eine Kostenfrage.



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