Wie glaubwürdig ist der Sport noch?

Montag, 18. August 2008, 0:10, Pierre Markuse - Bei Facebook Teilen - Pierre-Markuse.de bei Twitter URL tweeten!

Bei Robert Basic habe ich gerade einen Beitrag gelesen, der mich dann doch etwas nachdenklich gestimmt hat. Ich hatte mir bis jetzt kaum Gedanken darum gemacht, aber irgendwie stimmt schon was er schreibt, man kann den ganzen Leistungen kaum noch vertrauen.

Ein paar Dopingsünder reichen schon

Selbst wenn der Großteil der Sportler nicht dopt, einige Sportler machen es und diese Sportler sind genug um Zweifel aufkommen zu lassen.

9,69 Sekunden für die 100m von Usain Bolt aus Jamaica sind sicherlich beeindruckend. Aber auch echt? Wer kann das schon mit Sicherheit sagen?

Vielleicht musste es aber auch so kommen. Der Mensch kommt sportlich immer näher an die theoretischen Höchstleistungen, die der menschliche Körper erzielen kann. Ohne Doping lassen sich in einigen Sportarten vielleicht wirklich keine Rekorde mehr erzielen.

Und es geht eben nicht nur um den Vergleich der Leistungen der Athleten, zwischendurch muss eben auch mal ein Rekord her.

Außerdem muss man sich ja die Frage stellen, welche Chancen haben ungedopte Sportler überhaupt noch?

Wie geht es weiter?

Ich denke für die Zukunft wird diese Entwicklung bedeuten, dass Sportarten die intensive Einzelleistungen der Athleten verlangen an Bedeutung verlieren. Alle Sprintwettbewerbe, Gewichtheben und ähnliches gelangen an natürliche Grenzen. Sportarten, bei denen mehr die Technik und weniger die Kraft oder Ausdauer im Vordergrund liegen, werden an Bedeutung gewinnen.

Bis es neue und andere Dopingmittel gibt. Fechter z.B. brauchen vielleicht nicht die Kraft eines Gewichthebers oder Ausdauer eine Marathonläufers, doch wenn es irgendwann Dopingmittel gibt, die signifikant die Reaktionszeit verkürzen, was würde dies für das Fechten und andere Sportarten, bei denen es auf schnelle Reaktionen ankommt, bedeuten?



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