Sollen “Killerspiele” verboten werden?

Dienstag, 2. September 2008, 11:40, Pierre Markuse

Sollen “Killerspiele” verboten werden?

In Bayern gibt es noch immer einer Diskussion darüber, ob “Killerspiele“, die laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann von der CSU “Machwerke von abstoßender Brutalität und Grausamkeit sind”, verboten werden sollen. Seiner Meinung nach, sei der Jugendschutz unzureichend.

Und da stimme ich ihm völlig zu. Der Jugendschutz ist unzureichend.

Hilft ein Verbot von Killerspielen?

Aber hilft ein Verbot von Killerspielen? Ich denke nicht. Ich halte diese Art der Bevormundung, was einem zu Spielen erlaubt ist und was nicht, für falsch.

Ganz klar ist, ein Großteil dieser Spiele sind tatsächlich nichts für Kinder und Heranwachsende. Aber würde ein Verkaufsverbot der Spiele in Deutschland die Kinder wirklich schützen?

Wenn die Spiele hier verboten werden, werden Sie eben in Tauschbörsen aus dem Internet besorgt. So wie es bei vielen Titeln auch jetzt bereits der Fall sein dürfte, die Jugendliche unter 18 nicht kaufen dürfen. Ein Verbot dieser Spiele würde also nicht wirklich verhindern, dass deutsche Jugendliche sie spielen.

Wirksamer Schutz nur durch Eltern

Ein wirksamer Schutz kann hier nur über die Eltern erfolgen, die kontrollieren, was ihre Kinder am PC machen. Was hilft mir ein Verkaufsverbot, wenn das Kind nicht Mal sein Zimmer verlassen muss, um sich das Spiel zu besorgen?

Wenn Eltern von Zeit zu Zeit einen Blick auf den PC ihrer Sprösslinge werfen, können sie das Verbot von Killerspielen viel wirksamer umsetzen. Natürlich bedarf es dazu zumindest etwas Erfahrung im Umgang mit dem Computer. Aber nur so kann wirklich verhindert werden, dass Kinder solche Spiele spielen.

Überhaupt sollten Eltern die Computeraktivitäten ihrer Kinder gelegentlich überprüfen, dass hat nichts mit mangelndem Vertrauen oder Einbruch in die Privatsphäre zu tun, es geht einfach darum Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Internet zu schützen. Computer und Internet sind so vielseitige Instrumente die für so viele tolle Dinge sinnvoll genutzt werden können, aber leider auch für andere Dinge missbraucht werden können.

Natürlich soll es weiterhin ein Verkaufsverbot für jugendgefährdende Spiele an Jugendliche geben, aber es sollte den Politikern klar sein, dass selbst ein komplettes Verkaufsverbot, auch an Erwachsene, nicht dazu führen wird, dass diese Spiele nicht mehr gespielt werden.

Aufklärung und Tipps für Eltern

Die Politik sollte lieber mehr Geld für die Aufklärung von Eltern bereitstellen. Tipps geben, wie mit dem Medium Internet und Computern umgegangen werden soll. Vielen Eltern fehlen einfach die Kenntnisse, die Tätigkeiten ihrer Kinder am PC nachzuvollziehen. Hier muss man etwas ändern.

Auch lesen:

heise online – Bayern beharrt auf Verbot von “Killerspielen”



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3 Kommentare zu “Sollen “Killerspiele” verboten werden?”

  1. ulrike

    ich bin soo schorkiert mein sohn ist psychich gestört wegen solchen balLerspielen =(
    ich weiß nicht mehr weiter.

    bitTe heLfen sie mir!

  2. ...sedddi

    mein erstes spiel war ein “ballerspiel” und da war ich ca. 7… ich hatte bis heute noch keine schlägerei und hab auch nicht das verlangen irgendwem gewalt anzutun und plane auch keinen amoklauf. frag mich ob man in deutschland bald überhaupt noch husten darf wenn man krank ist… könnte ja jemanden anstecken… oh man….

  3. [...] spielst gerne “Killerspiele“? Die Diskussion um Killerspiele und deren Einfluss auf die Entwicklung der Jugend geht für Dich in eine falsche Richtung? Dann [...]