Google: Schwimmende Rechenzentren

Dienstag, 9. September 2008, 13:50, Pierre Markuse

Google: Schwimmende Rechenzentren

Googles Patentantrag für schwimmende Rechenzentren macht ja schon etwas stutzig. Hat Google tatsächlich in näherer Zukunft vor, schwimmende Rechenzentren zu bauen und auf den Weltmeeren zu positionieren?

Zugegeben, Vorteile hat eine solche Vorgehensweise schon:

Die Abwärme der Server ist kein Problem mehr. Meerwasser zur Kühlung steht in beliebiger Menge und kostenlos bereit.

Der Strombedarf soll durch hydraulische Generatoren gedeckt werden, die die Wellenbewegungen zur Stromerzeugung nutzen. Einer der Hauptkostenfaktoren beim Betrieb von Server-Farmen, die Stromkosten, wären damit erheblich gesenkt.

Google befände sich mit seinen Servern in internationalen Gewässern, größtenteils sicher vor den Gesetzen diverser Länder. (Übrigens kein ganz neuer Trick: Ich meine in einem “Lustigen Taschenbuch” mal eine Geschichte gelesen zu haben, in der Dagobert Duck sein Geld auf großen Flößen auf dem Meer lagert, um der Steuer zu entgehen).

Die schwimmenden Rechenzentren könnten dort positioniert werden, wo Sie gerade gebraucht werden. Mehrere Rechenzentren (Data Center) können sich zu einem immer größer werdendem Cluster zusammenschließen und so auf den individuellen Bedarf einer Region reagieren.

Ich frage mich nur, wie der Datentransfer stattfinden soll? Kabel sind ja wohl nicht, und alles per Funk ist wohl momentan noch Wunschdenken. Aber bis zur Google Navy ist ja sicherlich noch etwas Zeit.

Und wenn es dann die ersten schwimmenden Google Rechenzentren gibt, wie werden diese geschützt? Sicherlich wären die Anlagen eine nette Beute für Piraten. Werden die Rechenzentren bewaffnet? Denn eine Flucht scheint ja ausgeschlossen. Gibt es dann eine eigene Google Sicherheitstruppe, mit Google Fregatten oder Schnellbooten? Man darf gespannt sein.

Zum Patentantrag



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3 Kommentare zu “Google: Schwimmende Rechenzentren”

  1. :-) Stimmt, den Comic kenne ich. Und er tarnt das als fahrbare Urlaubsinseln, natürlich mit Donald als Kapitän. Sehr gut!

  2. Wow ich muss schon sagen, das sind echt krasse Zukunftsvorstellungen. Vor allem das mit der Sicherheit. Eine Google Security mit den tödlichsten Waffen der Welt^^
    Solch ein Rechenzentrum würde wohl nicht nur für Piraten, sondern viel mehr auch für Terroristen interessant sein. Ein perfekter Anschlag und die INternet Welt versinkt ohne den Suchmaschinengiganten im Chaos^^

  3. [...] macht man sich bei Google ja schon Gedanken, wie man die schwimmenden Rechenzentren vor Piraten schützen [...]