Wann ist ein Blog erfolgreich?
Wann ist ein Blog erfolgreich?
Wie definiert man überhaupt den “Erfolg” eines Blogs? Sind es die Page Impressions, die Stammleser, die Kommentare, die Verlinkung, die Einnahmen oder noch etwas ganz anderes? Wann hat ein Blog Erfolg?
Hier hat sicherlich jeder eigene Vorstellungen, die auch massiv von der Zielsetzung abhängen. Möchte ich mit dem Blog Geld verdienen oder nicht, brauche ich eine große Leserschaft, um zufrieden zu sein oder nicht, kommt es mir auf den “Ruf” meines Blogs an oder nicht…
Erfolg ist relativ
Insofern liegt der Erfolg, solange man nicht ein spezielles, objektiv messbares, Kriterium wie z.B. die Page Impressions betrachtet, doch auch immer im Auge des Betrachters.
Viele Blogs existieren nur kurze Zeit. Der Blogautor hat hier entweder bemerkt, dass Bloggen nichts für ihn ist, oder er mochte das Bloggen, konnte aber keinen Erfolg verbuchen und verlor deswegen die Motivation. Erfolg ist hier, wie oben geschrieben, relativ.
Hartnäckig bleiben
Meiner Meinung nach geben viele Blogautoren zu früh auf. Die ersten Monate mit einem frischen Blog können demotivierend sein, wer schreibt schon gerne, ohne je einen Kommentar zu erhalten oder in den Statistiken zu lesen, dass der Artikel nur einige male gelesen wurde. Doch mit der Zeit kommen auch die Leser. Man kommentiert in anderen Blogs, trägt sich in Blogverzeichnisse ein, die Anzahl der Artikel im Index von Google steigt etc…
Einen wirklich lesenswerten Artikel zum “Break-Even-Point” bei Blogs hat André Bräkling in seinem Blog geschrieben. André betont dabei insbesondere die Bedeutung der Community für den Erfolg eines Blogs. Und wenn es auch sicher viele Methoden gibt, ein Blog erfolgreich zu positionieren ist die Integration in eine aktive Community sicher nicht hinderlich. Wer anderen Bloggern bekannt ist, wird öfter gelesen und öfter verlinkt. Logischerweise mit der Konsequenz damit auch neue Leser zu gewinnen. Ein offener und fairer Umgang (auf Quellen verlinken, echte Backlinks…) mit der Blogosphäre macht also vieles leichter.
Einstieg beim Bloggen
Für den Einstieg beim Bloggen kann es auch hilfreich sein, erfolgreiche (da ist das Wort wieder) Blogs zu lesen. Nicht um Inhalte oder den Stil zu kopieren, sondern um ein Gefühl dafür zu bekommen, was funktioniert und dieses im eigenen Blog auf eigene Weise zu interpretieren. Natürlich sollten auch eigene Ideen ausprobiert werden, nur so können sich Blogs entwickeln.
Und ich kann immer wieder nur betonen, hartnäckig bleiben. Wenn Dir jemand sagt, Dein Blog wird nie etwas, lass Dich davon nicht aufhalten. Übersieh dabei aber nicht, dass es auch angebrachte Kritik an Deinem Blog geben kann. Darauf einzugehen kann Dich nur nach vorne bringen. Also sei kritikfähig, dass bringt Dich nicht nur beim Bloggen weiter. Leg Dir ein dickes Fell zu! Und vor allem: Hab Spaß daran, ohne Spaß hast Du schon verloren, denn dann gibst Du irgendwann auf.
Und nun los, motivier Dich und schreib einen Artikel für Dein Blog oder integriere Dich in die Community und schreibe hier einen Kommentar!
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500 unique besucher am tag wären toll.
träume, schäume, überall bäume.
“unique besucher” … man beachte meinen artikel “jil sander für die ewigkeit”.
Wie integriert man sich denn in eine Community? … und wie kann ein Geldblogger locker werden, wenn der Rubel in den ersten Monaten nicht wie gewünscht rollt?
Man integriert sich in eine Community indem man mit Ihr interagiert. Man schreibt z.B. Kommentare auf themenverwandten Blogs, diskutiert die Artikel oder schreibt vielleicht auf seinem Blog einen Artikel als Antwort auf einen Artikel eines anderen Blogs mit Ergänzungen oder der eigenen Sicht des Sachverhalts und verlinkt auf den Ursprungsartikel.
Profis unter den Geldbloggern wissen, dass die ersten Monate mau sind und bleiben dementsprechend locker. Wer einfach so losbloggt mit dem Ziel “ab nächten Monat ernährt mich mein Blog” wird tatsächlich eine herbe Enttäuschung erleben. Trotzdem hilft auch hier nur, ruhig bleiben und weitermachen. Immer dran bleiben und in kleinen Schritten dem Ziel näherkommen.
Ola Pierre!
Mal wieder ein sehr schicker Artikel. Nur hast Du was vergessen!
Wer erfolgreich bloggen will, sollte natürlich regelmäßig hier vorbei schauen und sich Tipps und Tricks abholen.
Mit hanfigen Grüßen
Steffen
P.S. Das Netzwerke bilden erfolgreich ist, beweis ich mal eben, indem ich Pierres Seite morgen zu meinem Bookmark des Tages mache. So als kleines Dankeschön für 107 “vermittelte” Besucher im letzten Monat
@Steffen:
Hallo!
Danke für die Blumen (und natürlich das Bookmark des Tages)
Gibt aber auch noch andere Blogs mit guten Tipps zum Bloggen z.B. den Blogtrainer Karl-Heinz Wenzlaff –> http://www.blogtrainer.de/ (wieder so ein Netzwerk-Ding)
Gruß zurück,
Pierre!
Sehr gute Frage, ab wann ein Blog erfolgreich ist. Das muss natürlich jeder mit sich selbst ausmachen. Wer nicht gelesen werden will, für den ist es ein Erfolg, wenn er pro Tag im Schnitt keine Besucher hat!
Ich denke, die durchschnittliche Verweildauer pro Besucher ist eine gute Größe: Alles unter einer Minute ist inakzeptabel! Bei mir liegt die durchschnittliche Verweildauer gerade bei 59 Sekunden für die letzten 30 Tage.
@Stefan: Das mit der Verweildauer ist so eine Sache. Der Durchschnitt bringt Dich auch nicht immer weiter. Wenn Du z.B. in einem Post auf einen Patch oder Update hinweist, finden die Leute Dich über Google, bleiben 10-15 Sekunden bis sie den Downloadlink finden und sind dann weg aber trotzdem glücklich,weil sie gefunden haben was sie suchen.
Ärgerlicher ist es zu sehen, dass längere Artikel, von denen man glaubt sie wären gut, eine Verweildauer von 10-15 Sekunden haben, also einen Zeitraum in dem sie niemals komplett gelesen werden konnten. Das wurmt einen doch viel mehr.
tja manchmal kommt es mir auch so vor als seien blogs oft nur verteiler oder vielmehr dealer. man holt sich schnell seinen stoff ( videos, links) und haut dann wieder ab. ob man das dann erfolg nennen kann? ein paar bleiben halt hängen
ich verteile z.b. gerne fundstücke. aber es mischt sich.
-
zur verweildauer:
videos posten hilft da schon. zumindest für’s gefühl.
@Rob Vegas:
Sicher sind Blogs oft Verteiler, dass muss ja auch nichts negatives sein. Diejenigen, die auf dem Blog fündig wurden, finden es sicher ganz nützlich. Und wie Du schon sagst, ein paar bleiben hängen und schauen öfter vorbei. Und das würde ich dann Erfolg nennen. Jeder Leser zählt.
Persönlich finde ich es trotzdem ganz schön, wenn Blogs aber nicht nur zum Verteilen sondern auch mal zum Diskutieren oder Austauschen von Meinungen genutzt werden, so wie hier gerade.
Nimmt man die Besuchszeit als Kriterium, kann man meine Ausführungen sogar wunderbar belegen
1. Trackback-Besucher aus der “Trackback um jeden Preis”-Zeit (Beispiel Golem):
00:30 Minuten
2. Besucher aus Suchmaschinen (Beispiel Google):
01:54 Minuten (recht hoch durch Tutorials)
3. Besucher aus direkten Verlinkungen durch andere Blogs:
02:28 (BasicThinking) bis 12:22 (blog.zeitcollector.net) (gibt noch höhere, aber nur mit 1 oder 2 Besuchern)
Regelmäßige Besucher liegen in den letzten 30 Tagen bei durchschnittlich 01:15, alle Besucher haben in den letzten 30 Tagen einen annehmbaren Schnitt von 01:41 Minuten gebracht.
Aber wirklich wertvoll sind die Zeiten nicht. Zum Beispiel bringt mein Artikel, der nur auf einen ausführlichen Ubuntu 8.10 Test bei Golem verweist, 10:02 Minuten auf die Waage… kein wunder, wenn die meisten nach dem Klick erstmal den mehrseitigen Test lesen
Oder meine Sudoku-Seite: 13:28 Minuten als Gesamtschnitt in den letzten 30 Tagen sind Klasse… aber so ein Rätsel dauert halt ein paar Minuten. Es sind aber leider immer die selben rund 30-40 Zocker… da wären mir 300-400 Besucher mit nur 5 Minuten deutlich lieber
@André:
Stimmt, man muss die Besuchszeiten schon ziemlich differenziert betrachten um einen Nutzen daraus zu ziehen. Ich habe bei mir auch die Erfahrung gemacht, dass ganz klar die Besucher, die von Direktverlinkungen kommen, am längsten bleiben. Google-Besucher sind die schnellsten. Ist aber auch ganz normal so glaube ich.
Besucher aus Blogverzeichnissen bleiben bisweilen aber auch mal länger auf der Seite.
Sehr cooler Artikel. Ich denke es gibt verschiedene Bereiche und in jedem Bereich gibt es andere Erfolgserlebnisse. Im Grunde geht es vielen nur um das Geld verdienen mit einem Blog. Doch andere Bloggen weil es für sie ein Hobby ist und für die zählen andere Werte wie zum Beispiel Kommentare und Besucher.
hier meine letzten 30 tage:
1.716 Zugriffe
3.494 Seitenzugriffe
2,04 Seiten/Zugriff
67,02 % Absprungrate
00:03:46 Durchschn. Besuchszeit auf der Website
74,94 % % neue Zugriffe
So sieht es bei mir aus
3.834 Zugriffe
7.425 Seitenzugriffe
1,94 Seiten/Zugriff
70,74 %Absprungrate
00:02:29 Durchschn. Besuchszeit auf der Website
80,33 % neue Zugriffe
Sehr gelungener Beitrag! und danke für deinen Kommentar auf meinem Blog
[...] ein A-Blogger war. Die Vor- und Nachteile ein erfolgreicher Blogger zu sein. Wie wird mein ein erfolgreicher A-Blogger? Da gibt es nun zwei bekannte Wege. Der eine geht über gutes und langlebiges Bloggen [...]
[...] hier sind wir dann mal wieder beim Erfolg eines Blogs. Manchmal kann man ihn messen, manchmal nicht. Wichtig jedoch ist immer, dass es einem Spaß macht. [...]