Hamilton disqualifiziert – Formel 1

Donnerstag, 2. April 2009, 13:46, Pierre Markuse

Hamilton disqualifiziert – Formel 1

Die Rennkommissare der FIA haben Lewis Hamilton beim Großen Preis von Australien nachträglich disqualifiziert. Zudem wurde auch das McLaren-Mercedes Team disqualifiziert, alle Punkte werden wieder abgezogen.

Warum genau diese Entscheidung gefällt wurde, ist noch nicht klar, die Kommissare sehen es aber nach der Auswertung des Funkverkehrs Hamiltons wohl als erwiesen an, dass er die Rennkommissare in Melbourne bei der ersten Befragung zum Vorfall absichtlich in die Irre geführt hat.

Trulli wieder auf Platz 3

Außerdem machten die Kommissare die 25-Sekunden-Zeitstrafe von Jarno Trulli wieder rückgängig, die dieser eigentlich für das Überholen während der Safety-Car-Phase erhalten hat. Trulli rückt somit wieder auf Platz der Wertung vor.

Wohl keine Berufung duch McLaren-Mercedes

Mercedes möchte offenbar keine Berufung gegen das Urteil einlegen, Mercedes-Motorsportchef Haug sagte dazu laut Eurosport:

“Die Härte dieses Urteils ist unübersehbar. Wir brauchen jetzt all unsere Kraft für unsere weitere Leistungssteigerung auf der Strecke”

“Wir konzentrieren uns auf das, was vor uns liegt: Der nächste Grand Prix wird am Sonntag gestartet, der letzte ist abgehakt.”

Der aktuelle Stand in der Fahrer- und Konstrukteursweltmeisterschaft sieht damit folgendermaßen aus:

Formel 1 Fahrer-Weltmeisterschaft

Position Fahrer Team Punkte
1 Jenson Button Brawn-Mercedes 10
2 Rubens Barrichello Brawn-Mercedes 8
3 Jarno Trulli Toyota 6
4 Timo Glock Toyota 5
5 Fernando Alonso Renault 4
6 Nico Rosberg Williams-Toyota 3
7 Sébastien Buemi Toro Rosso-Ferrari 2
8 Sébastien Bourdais Toro Rosso Ferrari 1

 

Formel 1 Konstrukteurs-Weltmeisterschaft

Position Team Punkte
1 Brawn-Mercedes 18
2 Toyota 11
3 Renault 4
4 Williams-Toyota 3
5 Toro Rosso-Ferrari 3



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5 Kommentare zu “Hamilton disqualifiziert – Formel 1”

  1. Die F1 ist nur noch eine Witzveranstalltung und seit 2 Jahren schaue ich mir diesen manipulierten Sport nicht mehr an …

  2. Hi Milos!

    Manipuliert will ich nicht direkt sagen, was mich jedoch stört ist das ewige Gezerre um die Auslegung der gerade aktuellen Regeln. Hinzu kommen die ständigen Regeländerungen und noch viel schlimmer: Der Versuch durch ein neues Wertungssystem mehr Spannung aufzubauen, welches dann aber im schlimmsten Fall nach der Hälfte der Saison keine Spannung mehr bietet, weil bereits ein Weltmeister feststeht und außerdem andere gute und beständige Fahrer benachteiligt werden.

    Der Formel 1 würde es sicher nicht schaden, dass Regelwerk einfacher und übersichtlicher zu gestalten und klare Richtlinien für die Vergabe von Strafen bei Regelübertretungen auszugeben. Wenn diese Strafen zu sehr im Ermessen der Rennkommissare liegen, kommt immer schnell der Verdacht auf Fahrer A oder Team B wird bevorzugt.

    Ich bin sowieso gespannt wie es mit der Formel 1 angesichts der Wirtschaftskrise weitergeht und ob in der nächsten Saison noch alle Teams dabei sind. Positiv sehe ich die Einführung von KERS. Vielleicht sollte die Entwicklung in den nächsten Jahren in die Richtung gehen, den Anteil des mit Elektroantriebes gefahrener Strecke immer weiter zu erhöhen, von der Forschung in diesem Bereich haben letztendlich auch Endkunden der Autofirmen etwas.

  3. Teduardus

    Das Gezerre um die Auslegung der Regeln ist ganz natürlich, jedes Team möchte für sich das Beste herausholen. Dadurch kommt es natürlich oft zu Kritik oder der Behauptung bestimmte Neuerungen seien illegal. Unser Flavio B. (wir möchten keine Namen nennen) ist wohl das beste Beispiel dafür. Denn wenn er sich oder sein Team, sei es durch eigene Inkompetenz oder mangelnder Entwicklungsstufen, benachteiligt sieht wird er umgehende einen Affenzirkus beginnen und andere Teams als Betrüger diffamieren.
    Die neuen Regeln halte ich größtenteils für absoluten Blödsinn. Die Formel 1 stand schon früher Pate für Entwicklungen im normalen Automobilbau. Durch die Regulierung der Finanzen, Materialien, Aerodynamik und Tests wird in meinen Augen der Fortschritt klar verzögert. Natürlich werden kleine Teams finanziell entlastet und dieser Ansatz ist bestimmt auch der richtige, dennoch sollte man den Teams freie Hand lassen wenn es um die Entwicklung geht, denn schliesslich wird der Verbraucher davon profitieren. Das KERS ist sicherlich ein Novum und die Annahme, dass der Rennanteil, der mit Hilfe des Elektroantriebs gefahren wird, sich erhöht ist ebenfalls korrekt. Dies wurde von Seiten der FIA schon mit Bekanntgabe der diesjährigen KERS-Regeln bestätigt, allerdings widerspricht die Einführung des KERS den von der FIA induzierten Sparmaßnahmen. Kleine Teams wie BRAWN GP, RBR, TR usw. werden sich die Entwicklung eines eigenen KERS wohl kaum leisten können und sind somit auf die Belieferung durch große Teams angewiesen. Die Großen müssen demnach auch wieder nicht unerhebliche Summen in die Entwicklung solcher Systeme investieren. Die Frage die sich einem aufdrängt ist doch ob dieses KERS im Vergleich zur etwaigen Regulierung der Benzinmenge oder der Einführung von Kompressoren, Turboladern oder anderen Energieträgern sinnvoll ist. Welchen Nutzen hat KERS mittel- bis langfristig bei einer Nutzung von 6,6 Sekunden pro Runde für den Verbraucher? Naja, so ist die Formel 1 eben, Der Stoff zum Streiten wird einem niemals ausgehen und das macht es eben so interessant.

  4. @Teduardus:

    Stimmt, die Entwicklung des KERS ist sicher nicht billig, Geld kann aber auch an anderer Stelle eingespart werden. Die Nutzung des KERS soll übrigens in den nächsten Jahren graduell ausgebaut werden, ebenso wie dessen Lesitung. Wirklich umweltfreundlich ist KERS momentan nicht, die Akkus halten nämlich nicht lange und müssen wohl ca. alle 2 Rennwochenenden ausgetauscht werden, was auch wieder Sondermüll produziert. Ich finde aber solche Dinge wie KERS gehören einfach in die Formel 1, weil das die Dinge sind, von denen auch Verbraucher später profitieren können.

    Mich würde es freuen, wenn es ab jetzt jede Saison eine Spritmengenbegrenzung geben würde, die immer weiter sinkt. Auf diese Weise würden die Teams animiert, sparsame Motoren zu bauen, man hilft der Umwelt und erzielt hoffentlich weitere Fortschritte im Bereich der Energierückgewinnung, welche dann immer wichtiger werden würde.

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