Schweinegrippe – Symptome und weitere Informationen

Mittwoch, 29. April 2009, 13:43, Pierre Markuse - Bei Facebook Teilen - Pierre-Markuse.de bei Twitter URL tweeten!

Schweinegrippe – Symptome und weitere Informationen

Bei der “Schweinegrippe(in den USA “Swine Flu”) , handelt es sich um eine Infektion mit Influenza A Viren des Subtyps H1N1. Nach dem ersten Auftreten in Mexico (La Gloria, Veracruz) und dann den USA gibt es nun zunehmend immer mehr Fälle rund um den Globus, auch in Deutschland gibt es Verdachtsfälle von Schweinegrippe und vereinzelt wohl auch schon bestätigte Fälle.

Schweinegrippe ist in Deutschland meldepflichtig und zeigt sich von den Symptomen ganz ähnlich wie eine “normale” Grippe.

In Mexiko wurde als Vorsichtsmaßnahme die Ansammlung von größeren Menschenmengen so weit es geht verboten. Schulen und Restaurants haben geschlossen, Sportereignisse finden ohne Publikum statt.

In Deutschland gibt es noch keine konkreten Maßnahmen, es bleibt abzuwarten, wie die Schweinegrippe sich weltweit und eben auch in Deutschland weiter ausbreitet.

 

Ansteckung – Übertragung

Übetragen wird die Schweinegrippe, wie andere Grippen auch, durch Tröpfcheninfektion, also durch Husten oder Niesen. Häufiges Händewaschen und ein Mundschutz können daher die Gefahr einer Ansteckung mit der Schweinegrippe vermindern.

 

Symptome der Schweinegrippe

Zu den Symptomen der Schweinegrippe gehören: (Möglich sind immer auch andere Symptome oder das Ausbleiben einzelner Symptome, bei unklarem Krankheitsbild sollte man also immer einen Arzt aufsuchen!)

Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber, Appetitlosigkeit, Husten, evtl. auch Schnupfen, Halsschmerzen und allgemeine Übelkeit.

Diese Symptome zeigen sich bei vielen Krankheiten und auch bei Infektionen mit anderen Grippeviren, eine genaue Diagnose der Schweinegrippe kann deshalb nur ein Arzt mit Hilfe der Laborergebnisse stellen.

 

Medikamente gegen die Schweinegrippe

Ein Virostatikum kann die Vermehrung von Viren verhindern, wenn die Viren noch keine Resistenz gegen das entsprechende Medikament entwickelt haben.

Wie die WHO berichtet ist das Influenza A Virus des Typs H1N1, das die Schweinegrippe auslöst, empfindlich gegen Oseltamivir (Tamiflu) und Zanamivir (Relenza), nicht aber gegen Amantadin und Rimantadin. Tamiflu wird in Deutschland von den Bundesländern in großer Menge vorgehalten.

Oseltamivir (Tamiflu) in der Wikipedia…

Zanamivir (Relenza) in der Wikipedia…

 

Schweinegrippe-Impfstoff ist in Arbeit

An einem Impfstoff für die Schweinegrippe wird gearbeitet, dieser Vorgang kann aber noch einige Wochen dauern. In der Zwischenzeit sollte man präventive Maßnahmen ergreifen, insbesondere sollte der Kontakt mit erkrankten Personen vermieden werden. Häufigeres Händewaschen wird ebenso zur Minderung des Infektionsrisikos empfohlen. Auch ein Mundschutz kann das Risiko einer Ansteckung verringern.

Der Name “Schweinegrippe”

Die “Schweinegrippe” wird von einigen Organisationen auch anders genannt. So findet sie sich in den Medien z.B. als Schweine-Influenza, Swine Flu (USA), Mexican Flu, Mexikanische Grippe, Neue Grippe oder auch “novel flu virus”. Zumindest in Deutschland scheint sich aber der Name Schweinegrippe durchzusetzen.

 

Weitere Informationen zur Schweinegrippe gibt es beim Robert-Koch-Institut.

UPDATE: Trotz Erhöhung der Warnstufe auf die Stufe 5 durch die WHO erklärt Robert-Koch-Institut Präsident Jörg Hacker gibt es “keinen Grund zu Aktionismus auf Grund der Höherstufung“. Man sollte also ruhig bleiben und die weitere Entwicklung der Schweinegrippe in Deutschland beobachten.

UPDATE:

Übertragung von Mensch auf Schwein

Übertragung von Mensch zu Mensch

UPDATE:

Forscher in Kanada konnten die Struktur des Schweinegrippevirus Influenza A/H1N1 entschlüsseln. Ein wichtiger Schritt für die Entwicklung eines Impfstoffes.

UPDATE:

Weltweit wurden der WHO bis gestern, den 10.06., 27.737 Fälle der Infektion mit der Schweinegrippe Influenza A H1/N1 gemeldet, darunter 141 Todesfälle. Eine Erhöhung der Warnstufe auf Warnstufe 6 durch die WHO wird in Erwägung gezogen.

UPDATE:

WHO hat Warnstufe 6 (Pandemie) ausgerufen



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