Schweinegrippe: Stand der Dinge

Wie ist die aktuelle Situation?

Donnerstag, 16. Juli 2009, 21:59, Pierre Markuse

Mundschutz

UPDATE: Eine aktuellere Version dieses Artikels ist hier verfügbar!

Wie ist der momentane Stand der Dinge bei der Schweinegrippe? Besteht Anlass zur Sorge? Und was kann man machen, um sich zu schützen?

Wieviele Fälle einer Infektion mit der Schweinegrippe gibt es?

Momentan (Stand 29. Juli) sind knapp 176.000 Fälle einer Erkrankung gemeldet, davon 1.116 Todesfälle. In Deutschland gibt es momentan über 5.300 Fälle und noch keinen Todesfall. Es wird vermutet, die Dunkelziffer der Erkrankungen könnte weitaus höher liegen.

 

Wann ist mit einem Impfstoff zu rechnen?

Fertiggestellt sein soll ein Impfstoff im August, danach folgen dann noch klinische Tests. Im Herbst ist also mit einem einsatzbereiten Impfstoff zu rechnen. Deutschland hat vorerst 50 Miilionen Impfdosen bestellt. Eine Vollversorgung mit dem Impfstoff ist möglich, entsprechende Regelungen mit den Pharmafirmen wurden getroffen. Ein möglicher Impfstoff wird bei Novartis entwickelt.

 

Wie gefährlich ist die Schweinegrippe?

Momentan verlaufen Erkrankungen zumeist relativ harmlos. Todesfälle gibt es fast nur, wenn bereits eine Vorerkrankung bestanden hat. Kürzlich wurde herausgefunden, dass die Schweinegrippe die Lunge mehr schädigen soll, als eine übliche “saisonale” Grippe. Zudem steigt mit der Zahl der Erkrankten auch die Gefahr einer Mutation. Eine mutierte Variante der Schweinegrippe könnte sich beispielsweise durch einen schwerwiegenderen Krankheitsverlauf auszeichnen.

 

Kann man noch gefahrlos nach Spanien reisen?

Auch wenn momentan die Reiserückkehrer aus Spanien und Mallorca einen großen Teil der Schweinegrippe-Erkrankten in Deutschland ausmachen, muss man von einer Reise nach Spanien nicht absehen. Man sollte dort nur große Menschenansammlungen meiden und sich häufiger als üblich die Hände waschen. Ferienziele bieten dem Schweinegrippe-Virus gute Bedingungen zur Verbreitung.

 

Gibt es Medikamente gegen die Schweinegrippe?

Wie die WHO berichtet ist das Influenza A Virus des Typs H1N1, das die Schweinegrippe auslöst, empfindlich gegen Oseltamivir (Tamiflu) und Zanamivir (Relenza), nicht aber gegen Amantadin und Rimantadin. Tamiflu wird in Deutschland von den Bundesländern in großer Menge vorgehalten.

 

Was kann man vorbeugend unternehmen?

Sinnvoll ist es den Kontakt mit erkrankten Personen zu vermeiden bzw. dabei einen Mundschutz zu tragen und sich unabhängig davon regelmäßig die Hände zu waschen. Sinnvoll ist es auch bei unklarer Erkrankung rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen, damit dieser Labortests machen kann. Im Bedarfsfall kann dann eine Behandlung entsprechend der Symptome erfolgen.

 

Wie sehen die Symptome der Schweinegrippe aus?

Zu den Symptomen der Schweinegrippe gehören: (Möglich sind immer auch andere Symptome oder das Ausbleiben einzelner Symptome, bei unklarem Krankheitsbild sollte man also immer einen Arzt aufsuchen!)

Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fieber, Appetitlosigkeit, Husten, evtl. auch Schnupfen, Halsschmerzen und allgemeine Übelkeit.

Diese Symptome zeigen sich bei vielen Krankheiten und auch bei Infektionen mit anderen Grippeviren, eine genaue Diagnose der Schweinegrippe kann deshalb nur ein Arzt mit Hilfe der Laborergebnisse stellen.

 

Immunität gegen die Schweinegrippe?

Es gibt Anzeichen dafür, dass Menschen die vor 1920 geboren wurden und an der “Spanischen Grippe” erkrankt waren, zumindest eine Teilimmunität besitzen. Wer nach 1920 geboren wurde, hat diese Immunität nicht, weil die Grippeviren nicht mehr genügend Ähnlichkeit mit dem Erreger der Schweinegrippe, einem Influenza Virus vom Typ A/H1N1, hatten.

 

Auch Prominente betroffen

Auch Prominente bleiben von einer Erkankung nicht verschont, so z.B. Rupert Grint, Ron Weasley-Darsteller aus den Harry Potter Filmen oder Cherie Blair, Ehefrau des ehemaligen englischen Ministerpräsidenten Tony Blair.

 

Der Name Schweinegrippe

Der Name Schweinegrippe wird insbesondere von den Fleischerzeugern nicht gerne gesehen. Die EU-Kommission sowie die Bundesregierung nutzen den Namen “Novel Flu” bzw. “Neue Grippe“.



Ähnliche Artikel:

11 Kommentare zu “Schweinegrippe: Stand der Dinge”

  1. Liisa

    Nicht einfach einen Arzt aufsuchen, sondern anrufen und absperchen, wie man ohne andere im Wartezimmer zu gefährden eine Diagnose und Behandlung bekommen kann!

  2. [...] aktuellen Stand der Dinge zur Schweinegrippe (Influenza A/H1N1) gibt es hier. URL Bei Twitter tweeten! – Dem Blog bei Twitter folgen – Den Feed abonnieren Ähnliche [...]

  3. [...] ist es anzuraten, sich häufig die Hände zu waschen. Daten und Fakten zur Schweinegrippe gibt es hier. URL Bei Twitter tweeten! – Dem Blog bei Twitter folgen – Den Feed abonnieren Ähnliche [...]

  4. [...] in einer kleinen überfüllten Disco. Mehr Informationen zum Stand der Dinge bei der Schweinegrippe gibt es hier. URL Bei Twitter tweeten! – Dem Blog bei Twitter folgen – Den Feed abonnieren Ähnliche [...]

  5. [...] Daten und Fakten zur Schweinegrippe gibt es hier. URL Bei Twitter tweeten! – Dem Blog bei Twitter folgen – Den Feed abonnieren Ähnliche [...]

  6. [...] über 2.400 Fälle einer Infektion mit der Schweinegrippe. Mehr Informationen zur Schweinegrippe gibt es hier. URL Bei Twitter tweeten! – Dem Blog bei Twitter folgen – Den Feed abonnieren Ähnliche [...]

  7. [...] Baby aus San Luis Potosi in Mexiko sein. Das kleine Mädchen soll bereits am 24. Februar erste Symptome der Schweinegrippe gezeigt [...]

  8. [...] Den aktuellen Stand der Dinge bei der Schweinegrippe gibt es hier… [...]

  9. [...] Informationen zur Schweinegrippe gibt es hier. URL Bei Twitter tweeten! – Dem Blog bei Twitter folgen – Den Feed abonnieren Ähnliche [...]

  10. [...] Informationen zur Schweinegrippe gibt es hier. URL Bei Twitter tweeten! – Dem Blog bei Twitter folgen – Den Feed abonnieren Ähnliche [...]

  11. Kikosh

    Überall dort wo die Möglichkeit besteht, ist eine “Hygienische Händedesinfektion” dem Waschen der Hände zu bevorzugen. Die Desinfektion ist nicht nur wirkungsvoller als das Waschen, sondern auch schonender für die Haut. Dies gilt natürlich ganz besonders für Menschen die in der Gesundheitsbranche tätig sind.