Michael Jackson: Todesursache Propofol immer wahrscheinlicher

Todesursache Propofol?

Dienstag, 28. Juli 2009, 16:16, Pierre Markuse

Propofol

Propofol als Todesursache von Michael Jackson?

Das Michael Jackson von seinem Arzt Dr. Conrad Murray in der Nacht vor seinem Tod per Infusion verabreichte Hypnotikum Propofol wird als Todesursache immer wahrscheinlicher. Propofol wurde auch bei der Durchsuchung von Jacksons Haus gefunden.

Propofol-Infusion

Murray legte die Infusion für Jackson als Schlafhilfe, ein Einsatzgebiet für das Propofol insbesondere unter nicht-klinischen Bedingungen nicht gedacht ist. Murray verzichtete außerdem auf eine Überwachung der Vitalparameter Jacksons durch EKG-Gerät und Pulsoxymeter. In Krankenhäusern wird Propofol z.B. auch zur Einleitung einer Narkose benutzt.

Wie es scheint schlief Dr. Murray ein, während Michael Jackson seine Infusion mit Propofol bekam, Murray entging dabei, dass Jackson einen Herzstillstand erlitt. Eine der Nebenwirkungen von Propofol ist seine atemdepressive (die Atmung unterdrückende) Wirkung (möglich bis zum Atemstillstand), welche bei Michael Jackson durch Sauerstoffmangel dann wohl zum Herzstillstand geführt hat.

Dr. Murray steht schon länger im Visier der Ermittlungen der Polizei. Die Gabe von Propofol hat er nach Berichten von TMZ.com der Polizei gegenüber selbst eingeräumt.

Diese Art der Verwendung von Propofol (Handelsname in Deutschland Disoprivan® in den USA Diprivan®) ist leichtsinnig und wie man sieht auch gefährlich. Insbesondere der Verzicht auf ein kontinuierliches Monitoring von Jackson durch Geräte ist fahrlässig.

Jackson starb am 25. Juni.



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5 Kommentare zu “Michael Jackson: Todesursache Propofol immer wahrscheinlicher”

  1. [...] Polizei nicht als Verdächtiger geführt werden. Es gibt jedoch Gerüchte, dass Jackson durch eine Überdosis Propofol getötet wurde, die Murray wohl versehentlich verabreicht [...]

  2. Ich habe gesehen, dass in einem Forum (siehe Link hierdrüber) über den Einsatz von Propofol als Schlafhilfe diskutiert wird.

    Eine “sichere Dosis” Propofol kann man kaum definieren. Alle Menschen reagieren unterschiedlich, Propofol wird üblicherweise nur in Kliniken verwendet, dort ist ein Monitoring der Vitalparameter gegeben.

    Natürlich war die Gabe von Propofol unter diesen Bedingungen fahrlässig, selst wenn Dr. Murray geplant hat die Vitalparameter selbst zu überwachen kann man eben nicht ausschließen, dass er dabei z.B. einschläft.

    Narkose kann auf Dauer tatsächlich keinen Schlaf ersetzen, ich denke aber um diesen Aspekt ging es Jackson auch nicht.

    Die Gabe von Propofol erscheint zudem auch deshalb fahrlässig, weil es einige andere – viel besser geeignete – Schlafmittel gibt, die zwar auch Risiken mit sich bringen, jedoch nicht so gefährlich wie Propofol sind. Das Propofol nicht für den Hausgebrauch gedacht ist sieht man auch daran, dass es nicht oral verfügbar ist, sondern nur als Injektionslösung.

  3. [...] Jackson war am 25. Juni im Alter von 50 Jahren gestorben. Wahrscheinliche Todesursache ist eine Überdosis Propofol, verabreicht durch seinen Leibarzt Dr. Conrad Murray, gegen den wegen Totschlag ermittelt wird. [...]

  4. [...] der Gerichtsmediziner tatsächlich an einer Überdosis des Narkosemittels Propofol. Dies wird schon längere Zeit vermutet, nachdem Jacksons Privatarzt Dr. Conrad Murray ausgesagt hatte, Jackson Propofol verabreicht zu [...]