Schweinegrippe: Streit wegen der Impfkosten

Krankenkassen sehen Staat in der Pflicht

Dienstag, 28. Juli 2009, 12:35, Pierre Markuse

Schweinegrippe Virus Influenza A/H1N1 Bild: CDC

Streitigkeiten um Kosten der Schweinegrippe-Impfung

Wenn im Herbst der Impfstoff gegen die Schweinegrippe zur Verfügung steht und die Massenimpfungen beginnen, wird es für die Krankenkassen nicht billig. Die AOK Plus rechnet mit Kosten von etwa 600 Millionen Euro die auf sie zukommen. In einem ersten Schritt sollen 22,5 Millionen Menschen geimpft werden, bei Bedarf wird die komplette Bevölkerung geimpft. Für einen vollständigen Impfschutz sind zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen nötig.

Das Bundesgesundheitsministerium bereitet eine Verordnung vor, die die gesetzlichen Krankenkassen zur Kostenübernahme verpflichtet.

Krankenkassen sehen den Staat in der Pflicht

Die Krankenkassen hingegen sehen den Staat in der Pflicht. Die WHO erklärte die Schweinegrippe im Juni zur Pandemie, eine Pandemie sei Sache der öffentlichen Gesundheitsdienste. Man hoffe nun auf eine Verständigung darüber, wie die immensen Kosten die auf die Krankenkassen durch die Impfung zukommen evtl. mit Steuergeldern ausgeglichen werden können.

Weitere Informationen zur Schweinegrippe gibt es hier.



Ähnliche Artikel:

Ein Kommentar zu “Schweinegrippe: Streit wegen der Impfkosten”

  1. [...] hinten verschieben. Die Kosten der Impfung sollen von den Krankenkassen getragen werden, was diese nicht ohne Gegenwehr [...]