Solarium erhöht das Hautkrebs-Risiko

Solarien erhöhen Risiko von Melanomen

Donnerstag, 30. Juli 2009, 3:13, Pierre Markuse

Mehr Strahlung als im Solarium...

Solarium erhöht das Risiko an Hautkrebs zu erkranken

Was lange Zeit nur vermutet wurde ist nun bewiesen. Eine Gruppe von Forschern hat ihre Ergebnisse im Magazin „The Lancet Oncology“ veröffentlicht. Und das Ergebnis ist eindeutig, künstlich erzeugte UV-Strahlung erhöht das Krebsrisiko.

Melanome und Augenkrebs

Wer sich vor seinem 30. Lebensjahr regelmäßig der künstlichen UV-Strahlung von Solarien aussetzt, hat ein um 75% erhöhtes Risiko an Hautkrebs zu erkranken. Insbesondere die Entstehung der gefährlichsten Hautkrebsart, des Melanoms, wird durch die künstliche Strahlung im Solarium erhöht. Auch ein Zusammenhang mit Krebs am Auge konnte festgestellt werden.

Vincent Cogliano, ein Forscher der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC), sagte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP:

„Die Nutzung von Solarien ist krebserregend. Ich weiß nicht, warum ein gesunder Mensch sie nutzen sollte.“

Die IARC hat künstliche UV-Strahlung und Solarien nun in die Krebsrisikostufe eins hochgestuft, damit stehen sie auf einer Stufe mit Zigaretten oder Asbest.

Nicht vergessen werden sollte aber, dass auch übermäßiges Sonnen unter der natürlichen Sonne, das Krebsrisiko erhöht. Es gibt übrigens auch Stimmen, die nicht davon ausgehen, dass das Krebsrisiko erhöht ist.



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3 Kommentare zu “Solarium erhöht das Hautkrebs-Risiko”

  1. Insider

    Die IARC-Einstufung von Sonne und Solarien als “mit Sicherheit karzinogen” (krebserzeugend) ist in der wissenschaftlichen Debatte heftig umstritten. Eine Reihe der angesehendsten, internationalen UV- und Vitamin D-Forscher haben öffentlich und scharf Front gemacht gegen die Schlussfolgerungen des IARC-Reports von Ende 2008, auf dem die jetzige Einstufung beruht. Die wichtigsten Argumente:
    Einseitige Auswahl der beteilighten Wissenschaftler und der in die Betrachtung einbezogenen Studien.
    Verkürzte und von der voraufgegangenen Analyse nicht abgedeckte Schlussfolgerungen.
    Wie üblich bei Angriffen gegen Sonne und Solarium werden die “weissen”, vergleichweise harmlosen Hautkrebse in einen Topf geworfen mit dem gefährlichen, “schwarzen” Hautkrebs. Beide Krebsarten sind aber sowohl in ihrer Struktur als auch in ihrer Entstehung völlig verschieden.
    Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belege dafür, dass mäßiges Sonnen den “schwarzen” Hautkrebs (Melanom) verursache könnte. Es gibt aber eine Vielzahl von Studien, die nachweisen, dass regelmäßiges, moderates Sonnen die Haut vor dem Melanom schützt oder zumindest “neutral” ist.
    Studien belegen, dass Sonnen und dadurch die Bildung von ausreichendem Vitamin D-Serum in Blut die Chance erheblich erhöht, ein Melanom zu überleben.
    In vielen Studien wird die Bedeutung von Erbfaktoren für die Melanombildung belegt, regelmäßige Besonnung gehört nicht dazu.
    Das Melanom entsteht überwiegend an Körperstellen, die selten oder garnicht von der Sonne beschienen werden. Typisch: Bei Japanern entsteht das Melanoma häufig unter der Fußsohle. Versucht IARC uns zu erklären, dass Japaner in der Regel auf dem Kopf stehend sonnen?
    Es kann vermutet werden, dass übermäßiges Sonnen in längeren Abständen (typisch: Sonnenbrand am Beginn der Ferien) die Bildung von Melanoma fördert – insbesondere bei Sonnenbränden im Kindesalter.
    Regelmäßige, moderate Besonnung im Freien oder im Solarium führt zu einem gleichmäßigen, gesunden Vitamin D-Spiegel im Blut. Eine ausreichende Vitamin D-Versorgung reguliert die Zellteilung und schützt vor vielen Krebsarten – enschliesslich dem Melanom!
    Regelmäßige, moderate Besonnung im Freien oder im Solarium heilt oder schützt vor chronischen Erkrankungen, darunter Osteoporose, Osteomalazie und Muskelschwäche, Autoimmunerkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose und TB, Herz- und Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, Nerven- und psychische Erkrankungen wie Alzheimer, Demenz oder Depressionen. Diese Wirkungen des “Sonnenschein-Vitamins” sind zum großen Teil in der wissenschaftlichen Diskussion nicht oder kaum noch umstritten.
    In den meisten Länder der Welt erhalten die Menschen eher zu wenig als zuviel Sonne – vor allem in den Industrieländern mit ihren “sonnenfernen” Lebens- und Arbeitsstilen. Die Einordnuing der UV-Strahlen der Sonne oder der Sonnenbank in die höchste Risiko-Kategorie für Krebs führt zu zusätzlichen, katastrophalen Verhaltensänderungen der Menschen in ihrem Verhältnis zu Sonne und Besonnung mit weitreichenden negativen Folgen für die Gesundheit und vor allem für die Prävention chronischer Krankheiten. Diese Aktion der IARC könnte die Gesundheitssysteme der Länder viele Milliardenbeträge kosten – ganz abgesehen von den unnötigen Leiden chronisch kranker Menschen.

  2. schmidkeiner

    1.Es gibt keinerlei Beleg für einen Zusammenhang von moderater Besonnung und “schwarzem” Hautkrebs, das bestätigen einige der renommiertesten Forscher der Welt – zuletzt in Interviews (YouTube Holick http://www.youtube.com/watch?v=u7FnJRxUAzI und Moan http://www.youtube.com/watch?v=ZS0LcgS9oFo und Photomed Weblog) IARC wirft hier – wie immer bei Kampagnen gegen Solarien – den ungefährlichen weissen mit dem schwarzen Hautkrebs in einen Topf.
    2.Schon bei Erscheinen der IARC-Reports warfen viele bekannte Wissenschaftler der Gruppe Einseitigkeit sowohl bei der Auswahl der Studien als auch bei der Zusammenfassung der eigenen Ergebnisse vor. In der Tat sind bei näherem Hinsehen die Deutungen der Studien einseitig, man kann die auch anders lesen.
    3.Bei der Behauptung eines Zusammenhangs zwischen Sonnenbank und Melanom wird übersehen, dass die meisten Sonnenbank-Nutzen auch weit überproportional Sonnenbäder im Freien nutzen. Schäden der Haut sind mit Sicherheit ganz überwiegend durch unkontrolliertes Sonnen im Freien und nicht durch moderates, kontrolliertes Sonnen im Studio entstanden. Die Studien erkennen also einen Zusammenhang, wo keiner ist. Auch das zahlreiche Auftreten von Störchen in geburtenstarken Gegenden beweist ja nicht, dass die Störche die Babies bringen.

  3. [...] die Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) Solarien in die Krebsrisikostufe eins hochgestuft (Auf eine Stufe mit Zigaretten und Asbest) hat, wird nun Kritik an dieser Entscheidung [...]