Tamiflu mit Nebenwirkungen bei Kindern
Übelkeit, Schlaflosigkeit und Albträume

Tamiflu mit Nebenwirkungen bei Kindern
Wie eine britische Studie herausgefunden haben will, hat der Neuraminidase-Hemmer Tamiflu (Oseltamivir) bei Kindern einige Nebenwirkungen. Tamiflu wird momentan gehäuft verschrieben, um Erkrankungen mit der Schweinegrippe zu behandeln.
Nicht lebensbedrohlich aber unangenehm
Bei den aufgetretenen unerwünschten Nebenwirkungen handelte es sich insbesondere um Übelkeit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen sowie Alpträume, bei einigen Kindern soll Tamiflu auch zu Verhaltensauffälligkeiten geführt haben. Auch in Japan kam es schon zu fällen seltsamen Verhaltens nach Einnahme von Tamiflu durch Kinder und Jugendliche, deswegen wird in Japan davon abgeraten das Medikament in der Altersgruppe von 10-19 Jahren zu verschreiben, es sei denn die Schweinegrippe verlaufe aggressiv.
Eine Sprecherin von Roche, Hersteller von Tamiflu sagte gegenüber CNN:
„Abnormal behavior is recognized to occur in patients with influenza virus infection including those taking and not taking antiviral drugs.“
Ungewöhnliches Verhalten sei demnach bei Patienten mit Influenza-Viren Infektion (wie der Schweinegrippe) schon immer beobachtet worden, unabhängig davon ob antivirale Medikamente (Tamiflu) genommen wurden oder nicht.
Sollten Sie oder Ihre Kinder gerade mit Tamiflu behandelt werden, sollten sie das Medikament trotzdem keinesfalls ohne ärztliche Rücksprache absetzen.
Die Ergebnisse der Studie müssen erst noch durch weitere Studien belegt werden, zudem überwiegen die Vorteile der Behandlung sicherlich die – zwar unangenehmen – aber nicht lebensbedrohlichen Nebenwirkungen. Auch von offizieller Stelle gibt es in Europa absolut keine Warnung vor Tamiflu oder dessen Anwendung bei Kindern und Jugendlichen.
Tamiflu mit dem Wirkstoff Oseltamivir ist ein Neuraminidase-Hemmer aus dem Hause Roche. Einfach gesagt verhindern Neuraminidase-Hemmer, dass sich Viren, die sich in einer infizierten Körperzelle vermehrt haben, von dieser trennen können und anschließend andere Zellen infizieren. Das Fortschreiten der Infektion wird damit gestoppt.
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