Lungenpest in Ziketan (China): 10000 Menschen unter Quarantäne

Hirte in China stirbt an der Lungenpest

Sonntag, 2. August 2009, 11:56, Pierre Markuse

Lungenpest-Erreger Yersinia Pestis

Ausbruch der Lungenpest in Ziketan in China

In Ziketan, einer Stadt im Nordwesten Chinas in der Provinz Qinghai, ist ein 32-jähriger Hirte an der Lungenpest gestorben. Um eine weitere Ausbreitung der Lungenpest zu verhindern ist die Stadt mit ihren 10.000 Einwohnern unter Quarantäne gestellt worden. Die Stadt habe aber genügend Vorräte um eine gewisse Zeit ohne Lieferungen auszukommen.

Die chinesischen Behörden riefen alle Menschen, die ab dem 16. Juli in Ziketan waren auf, bei auftretendem Husten oder Fieber sofort einen Arzt aufzusuchen. Zu den Symptomen der Lungenpest gehören neben Fieber und Atemnot auch blutiger Auswurf.

Yersinia Pestis Bild: CDC

Yersinia Pestis Bild: CDC

Elf weitere Menschen haben sich bisher mit der Lungenpest infiziert, sie alle sind im Krankenhaus und werden behandelt, es handelt sich zumeist um Verwandte des verstorbenen Hirten.

Mit Antibiotika behandelbar

Die Lungenpest lässt sich bei frühzeitiger Erkennung erfolgreich behandeln, je weiter die Krankheit jedoch fortgeschritten ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit an ihr zu sterben. Auslöser der Lungenpest ist das Bakterium Yersinia pestis. Die Behandlung erfolgt mit verschiedenen Antibiotika.

Die Lungenpest überträgt sich per Tröpfcheninfektion.

 

UPDATE: Zweiter Todesfall in Ziketan

Der 37-jährige Nachbar des verstorbenen Hirten ist ebenfalls an den Folgen der Lungenpest gestorben. Wahrscheinlich hatte der Mann sich beim Kontakt mit dem Hirten infiziert.



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3 Kommentare zu “Lungenpest in Ziketan (China): 10000 Menschen unter Quarantäne”

  1. [...] Pierre-Markuse.de [...]

  2. [...] Lungenpest hat in Ziketan in China nun ihr zweites Todesopfer gefordert. Der 37-jährige Nachbar des Hirten der das erste Todesopfer war, ist nun auch an den Folgen der Lungenpest gestorben. Der 37-jährige gehörte zu einer Gruppe von [...]

  3. David

    Wirklich erschreckend diese Nachrichten. Dabei hatte man doch wirklich gedacht, dass solche Epidemien etc. heutzutage nicht mehr auftreten können. Hoffentlich ist das alles nur ein großer Medienhype!