Schweinegrippe-Impfstoff: Experten warnen vor Nebenwirkungen
Risiko bei Schweinegrippe-Impfung?

Experten warnen von Impfrisiken bei Schweinegrippe-Impfstoff
Wie gefährlich wird der neue Schweinegrippe-Impfstoff werden? Können in den klinisches Tests wirklich alle Nebenwirkungen erkannt werden? Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des „Arznei-Telegramms“ hat die geplante Massenimpfung gegen die Schweinegrippe in Deutschland bereits kritisiert.
Zulassungverfahren verkürzt
Weil der Impfstoff gegen die Schweinegrippe möglichst schnell auf dem Markt sein muss, wird das Zulassungsverfahren verkürzt. Das bedeutet auch, dass klinische Test nur mit weniger Personen durchgeführt werden und somit einige Nebenwirkungen gar nicht bemerkt werden, die dann aber auftreten wenn Millionen von Menschen den Impfstoff erhalten.
Schweinegrippe-Impfstoff kommt „aus dem Baukasten“
Damit eine solche Verkürzumg überhaupt möglich ist und man schnell genug auf die verschiedenen Grippe-Viren reagieren kann, bedienen sich die Pharmafirmen praktisch in einem „Impfstoff-Baukasten“.
Die Pharmakonzerne haben Musterimpfstoffe entwickelt und diese klinisch getestet. Soll nun ein Impfstoff für ein bestimmtes Virus (z.B. das Schweinegrippe-Virus) hergestellt werden, werden die abgetöteten Grippeviren im Musterimpfstoff durch abgetötete Viren des Schweinegrippe-Virus ersetzt. Damit erhält man dann einen Impfstoff gegen die Schweinegrippe, der innerhalb kürzester Zeit die klinischen Tests durchlaufen kann.
Weil der Musterimpfstoff bereits ausführlich getestet wurde, sind unbekannte Nebenwirkungen mit dem neuen Impfstoff zwar nicht unbedingt zu erwarten, aber eben auch nicht unmöglich. Die kurze klinische Testperiode des Impfstoffs kann also das Risiko unbekannter Nebenwirkungen nicht völlig ausschließen.
Musterimpfstoffe gibt es z.B. von Baxter (Celvapan), Novartis (Focetria) oder GlaxoSmithKline (Pandemrix).
Impfstoffe nicht 100% zuverlässig
Die Impfstoffe gegen die Schweinegrippe werden, wie auch die Impfstoffe gegen die normale saisonale Grippe, nicht zu 100% zuverlässig sein. Verschiedene Experten gehen davon aus, dass eine Impfung etwa 80-90 Prozent der geimpften vor einer Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus schützt.
Auch bei Tamiflu, einem Medikament welches bei der Therapie der Schweinegrippe eingesetzt wird, gibt es Diskussionen über die Nebenwirkungen.
Weitere Informationen zur Schweinegrippe gibt es hier.
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