Tsunami-Warnung im Indischen Ozean aufgehoben

Tsunami-Warnung nach Erdbeben nahe der Inselgruppe der Andamanen

Montag, 10. August 2009, 23:08, Pierre Markuse

Erdbeben Indischer Ozean Epizentrum

Tsunami-Warnung im Indischen Ozean nach Seebeben (inzwischen aufgehoben)

Nach einem Erdbeben der Stärke 7.6 in der Nähe der Andamanen (einer Inselgruppe unweit der Nikobaren) im Indischen Ozean ist ein Tsunami-Warnung für den Indischen Ozean ausgegeben worden. Insbesondere Indien, Birma, Indonesien, Bangladesch und Thailand sollten nach Flutwellen (Tsunamis) Ausschau halten.

Das Beben um 1.55 Uhr Ortszeit hatte sein Epizentrum in etwa 33 Kilometer Tiefe 262 Kilometer nördlich von Port Blair auf den Andamanen.

Epizentrum bei den Andamanen

Epizentrum bei den Andamanen

Bis jetzt wurde noch kein durch das Erdbeben ausgelöster Tsunami entdeckt. Bedingt durch die Lage des Epizentrums sollte ein evtl. ausgelöster Tsnami innerhalb von etwa einer Stude die Inselgruppen der Andamanen und Nikobaren erreichen. Die Inselgruppen waren bereits beim Tsunami vom 26. Dezember 2004 schwer betroffen. Weiter entfernte Regionen würden innerhalb von bis zu drei Stunden erreicht werden.

UPDATE:

Die Tsunami-Warnung wurde inzwischen aufgehoben, das Erdbeben hat keine größere Flutwelle verursacht.

Erdbeben auch vor Honshu, Japan

Nur zwölf Minuten nach dem Erdbeben im Indischen Ozean bebte die Erde auch südlich von Honshu (Japan). Das Beben erreichte jedoch nur eine Stärke von 6.4, sollte es eine Flutwelle ausgelöst haben, würde nur eine Höhe von etwa 60 Zentimetern erwartet.

Tsunami        

Ein Tsunami ist eine meist durch ein Erdbeben (Seebeben) ausgelöste Flutwelle, die auf dem offenen Meer nur eine Höhe von einigen Dutzend Zentimetern hat, sich aber in Küstennähe zu einer riesigen Welle auftürmen kann. Durch Erdbeben kann ein plötzlicher Versatz im Meeresgrund entstehen, dieser Versatz „startet“ den Tsunami.



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