Erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken sagt Studie

Nähe zum Atomkraftwerk erhöht das Risiko an Leukämie zu erkranken

Freitag, 4. September 2009, 17:56, Pierre Markuse - Bei Facebook Teilen - Pierre-Markuse.de bei Twitter URL tweeten!

Erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken

Erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken

Eine von der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW vorgestellte Studie des Wissenschaftlers Eberhard Greiser kommt zu dem Schluss, dass das Krebsrisiko für alle Altersgruppen bis 24 Jahre signifikant erhöht ist, wenn man in der Nähe eines Atomkraftwerks lebt. Für die Studie wurden die Daten von mehr als 70 Kernkraftwerken in fünf Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Kanada, USA) ausgewertet. Die präsentierte Studie ist das bisher umfassendste Gutachten über das Auftreten von Leukämie bei Kindern und Jugendlichen, die in der Nähe von Atomkraftwerken wohnen.

Leukämie-Risiko erhöht

So ist das Risiko von Kindern unter fünf Jahren, die im Umkreis von 20-50 Kilometer Entfernung zu einem Atommeiler leben, an Leukämie zu erkranken um 19% erhöht, bei Kindern unter 15 Jahren sind es immerhin noch 13%. In einigen Fällen liegt das Risko im Umkreis eines AKW aber auch unter dem Durchschnitt. Diese Ausreißer erklärt Greiser mit zu wenig Personen, deren Daten erhoben wurden.

Besserer Strahlenschutz gefordert

Damit scheint sich zu bewahrheiten, was viele Experten schon länger vermutet haben, die räumliche Nähe zu einem Atomkraftwerk erhöht das Krebsrisiko, und das insbesondere bei jungen Menschen und Kindern. Die Ärzteorganisation IPPNW forderte die Regierung auf, den Strahlenschutz für die Bürger zu verbessern.

Auch Kritik

Von einigen Wissenschaftlern wird die Studie trotzdem noch kritisch gesehen. Es mangele der kausale Zusammenhang zwischen Krebsfällen und der Nähe zu Atomkraftwerken. Zudem sei bei einigen Atomkraftwerken die Leukämie-Rate in der Umgebung sogar geringer als der Durchschnitt.



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