Prostatakrebs: Fördert ein Virus die Erkrankung?
Einflüsse eines Retrovirus auf Prostata-Karzinome

Prostatakrebs: Fördert ein Virus die Erkrankung?
Im Fachmagazin „PNAS“ wurde von amerikanischen Forschern die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, nach der ein Virus namens XMRV an der Entstehung wie auch an der Art des Verlaufs des Prostatakrebs beteiligt sein könnte.
XMRV-Retrovirus
Die Forschen fanden das XMRV-Retrovirus in 27% der 200 untersuchten Gewebeproben von an Prostatakrebs erkrankten Männern, bei gesunden Männern war es nur in 6% der Proben zu finden. Weiterhin haben sich bei den Männern mit XMRV-Infektion aggressivere Formen des Prostatakrebs ausgebildet.
XMRV ist ein Retrovirus, dieser Art der Viren schleust ihr Erbgut in die Chromosomen von menschlichen Zellen ein, um sich auf diese Weise zu vermehren. Dabei könnte das XMRV-Retrovirus dann ein unkontrolliertes Wachstum und damit Krebs auslösen.
In Ihrer Studie stellten die Forscher weiterhin fest, dass es offenbar keine genetische Veranlagung gibt, die eine Infektion mit dem Virus wahrscheinlicher macht. Dies war bisher vermutet worden.
Eventuell Impfung
Durch diese neuen Erkenntnisse ist es evtl. möglich, einen Impfstoff zu entwickeln und somit das Risiko von Prostatakrebs zu senken bzw. das Risiko der Ausbildung einer aggressiven Art des Prostata-Karzinoms zu reduzieren.
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