Greenpeace und Foodwatch warnen von Gen-Leinsamen
Gentechnisch veränderte Leinsamen in deutschen Geschäften

Greenpeace und Foodwatch warnen von Gen-Leinsamen
Nachdem in mehreren Proben von Leinsamen die gentechnisch veränderte Leinsamen-Sorte „CDC Triffid“ aufgetaucht ist, haben Greenpeace und die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch vor dem gentechnisch veränderten Leinsamen gewarnt.
Der Anteil der gentechnisch veränderten Sorte „CDC Triffid“ in den Leinsamen-Proben betrug zwischen 0,05 und einem Prozent. Gesundheitlich soll der Verzehr zwar unbedenklich sein, eine Zulassung als Lebensmittel in der EU oder in Deutschland hat die Sorte aber nicht. Greenpeace und Foodwatch verweisen aber auch auf das Recht der Verbraucher selbst zu entscheiden, ob sie gentechnisch veränderte Lebensmittel verzehren möchten.
Produkte zurücknehmen
Weiterhin fordert Greenpeace die Hersteller auf, Produkte mit entsprechenden Befunden aus den Regalen zu nehmen. Das Lebensmittel-Handelsunternehmen Seeberger aus Ulm nahm betreffende Produkte zurück.
Das Problem des gentechnisch veränderten Leinsamens scheint aber nicht nur Deutschland zu betreffen.
Peter Hauk (CDU), Landesagrarminister von Baden-Württemberg, sagte:
„Wir gehen davon aus, dass ganz Europa betroffen ist.“
CDC Triffid
Die Leinsamen-Sorte CDC Triffid wurde in Kanada entwickelt und zeichnet sich durch eine erhöhte Toleranz gegen Triasulfuron und Metsulfuron-Methyl (Pestizide) sowie der Resistenz gegen das Antibiotikum Kanamycin aus. Etwa 600.000 Tonnen der Sorte „CDC Triffid“ sollen aus Kanada in die EU geliefert worden sein.
Weitere Informationen zur Leinsamen-Sorte CDC Triffid gibt es hier bei der Canadian Food Inspection Agency (englisch).
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