Kopfläuse entwickeln Resistenz gegen gängige Läusemittel

Resistenz von Kopfläusen gegen das Insektengift Pyrethrum

Montag, 14. September 2009, 20:31, Pierre Markuse

Kopfläuse entwickeln Resistenz gegen gängige Läusemittel

Kopfläuse entwickeln Resistenz gegen gängige Läusemittel

Kieler Wissenschaftler um die Dermatologin Regina Fölster-Holst haben in einer Studie festgestellt, dass immer mehr Kopfläuse gegen das gängige Insektengift Pyrethrum resistent geworden sind.

Resistenz gegen das Insektengift Pyrethrum

Die Wissenschaftler haben 2.000 Kinder im Alter zwischen 3 und 12 Jahren untersucht und bei etwa 4% einen Befall mit Kopfläusen festgestellt, die eine Resistenz gegen Pyrethrum entwickelt haben. Ähnliche Studien liegen bereits aus Dänemark, Frankreich und Israel vor.

Pyrethrum ist ein aus Chrysanthemen gewonnener Wirkstoff der die Insekten durch Hemmung der spannungsabhängigen Natriumkanäle abtötet. Es gibt zudem künstlich hergestellte Pyrethroide wie Allethrin oder Permethrin. Bei nicht-resistenten Insekten wirken Pyrethroide schnell und zersetzen sich bei Lichteinfall innerhalb kurzer Zeit.

Dimeticon als Alternative

Neben den Insektengiften der Pyrethroid-Variante gegen Läuse gibt es zudem noch Dimeticon (Polydimethylsiloxan), welches die Läuse erstickt indem es die Tracheen (Atmungsorgane) der Läuse verstopft. Polydimethylsiloxan ist frei von bekannten Nebenwirkungen, hat aber den Nachteil, dass die Haare nach der Anwendung gängiger 4%-Dimeticon-96%-Cyclometicon-Kombinationsmitteln kurzzeitig leicht entflammbar sind, dies sollte insbesondere bei der Behandlung von Kindern beachtet werden.



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