Oktoberfest: Sperrzonen und Polizeipräsenz – Angst vor Terror

Angst vor Terroranschlägen auf der Münchner Wiesn

Dienstag, 29. September 2009, 12:08, Pierre Markuse

Oktoberfest Sperrzonen und Polizeipräsenz - Angst vor Terror

Bild: Andreas Steinhoff

Oktoberfest: Sperrzonen und Polizeipräsenz – Angst vor Terror

In diesem Jahr scheint die Angst vor dem Terror das Oktoberfest im Griff zu haben. Rund um die Theresienwiese gibt es Polizeikontrollen, Straßensperren und allgemein eine erhöhte Polizeipräsenz auch auf der Wiesn. Um die Wiesen wurde ein Sperrgürtel errichtet, in diesen dürfen nur bestimmte Personen (Lieferanten, Anwohner) nach Kontrollen hineinfahren.

Mutmaßliche Islamisten mit Al Kaida Kontakt festgenommen

Wegen eventueller Verbindungen zum Al Kaida Mitglied Bekkay Harrach (Abu Talha), der kürzlich in einem „Terrorvideo“ sprach, wurden zwei mutmaßliche Münchner Islamisten für die Dauer des Oktoberfestes in richterlich angeordnetes Polizeigewahrsam genommen.

Und erst vor einigen Tagen wurde eine Flugverbotszone über der Wiesn eingerichtet. Zur allgemein verschärften Sicherheitslage und der Angst vor dem Terror passt auch die Durchsuchung von 19 Wohnungen von Islam-Konvertiten am letzten Mittwoch.

Angst vor Terror hat Deutschland erreicht

Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude warnt vor zuviel Panik, auch er wird die Wiesn wieder besuchen. Bei vielen Wiesnbesuchern und auch bei den Betreibern macht sich wohl trotzdem ein komisches Gefühl breit.

Zwar mag das Oktoberfest durch die Kontrollen und erhöhte Polizeipräsenz nun sicherer geworden sein, aber zu welchem Preis. Die Angst vor dem Terror hat Deutschland bereits erreicht, auch wenn die Politik immer wieder behauptet es gibt keine konkrete Gefahr und Deutschland wäre sicher.

Das Oktoberfest dauert noch bis zum 4. Oktober.



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