Über 100 Tote nach Seebeben und Tsunami im Pazifik
Zahl der Toten und Verletzten nach Tsunami im Pazifik steigt weiter an

Über 100 Tote nach Seebeben und Tsunami im Pazifik
Der Tsunami im Pazifik, ausgelöst durch ein Seebeben der Stärke 8.0, hat nach Angaben der Behörden auf Samoa und Tonga über 100 Menschenleben gefordert. Die Zahl der Verletzten ist weiterhin unbekannt.
Unter den Toten befinden sich ein britisches Baby, sowie ein Kind und eine Frau aus Australien, zwei deutsche Urlauber wurden verletzt. Viele Menschen werden momentan noch vermisst, es wird befürchtet, dass sich unter Trümmern noch weitere Tote befinden.
Seebeben
Das Beben ereignete sich um 19.48 Uhr MESZ, das Epizentrum lag zwischen Hihifo auf Tonga und Apia auf Samoa, ca. 190 Kilometer südwestlich von Amerikanisch-Samoa, in einer Tiefe von etwa 12 Kilometern unter dem Meeresboden, es folgten noch mehrere Nachbeben, keines jedoch stärker als 5,9.
Dörfer überflutet

Epizentrum des Seebebens im Pazifik vor Samoa
Auf einigen Inseln wurden ganze Dörfer überflutet. Am schlimmsten betroffen ist die Hauptinsel Samoas, Upolu. Die genaue Zahl der Toten und Verletzten lässt sich noch nicht abschätzen, weil Schlamm und zerstörte Gebäude die Suche in den Gebieten erschweren. Einige Bereiche sind noch komplett von der Außenwelt isoliert.
Tsunami-Warnung kam spät
Die Tsunami-Warnung soll relativ spät erfolgt sein, zwischen der Warnung und dem Eintreffen der Flutwellen sollen nur wenige Minuten vergangen sein. Tsunami-Warnungen auf Samoa erfolgen per SMS.
Weil das Epizentrum aber nahe an Samoa lag, blieb trotzden nicht viel Zeit, Küstenbereiche zu verlassen.
Internationale Hilfe
Die USA, Neuseeland, Australien sowie weitere Länder und auch Hilfsorganisationen haben bereits Hilfe angeboten. Viele Menschen wurden durch die Zerstörung der Dörfer obdachlos.
Videos der Folgen des Tsunami:
Pago Pago
Malaloa
Bilder der Folgen des Tsunami gibt es auf dem Blog von Lui Ponifasio.
Ein Tsunami ist eine meist durch ein Erdbeben (Seebeben) ausgelöste Flutwelle, die auf dem offenen Meer nur eine Höhe von einigen Dutzend Zentimetern hat, sich aber in Küstennähe zu einer riesigen Welle auftürmen kann. Durch Erdbeben kann ein plötzlicher Versatz im Meeresgrund entstehen, dieser Versatz „startet“ den Tsunami.
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