Mücken helfen Malaria bekämpfen?

Malaria-Ausbreitung durch Einflussnahme auf Mücken stoppen

Freitag, 2. Oktober 2009, 15:36, Pierre Markuse

Mücken helfen Malaria bekämpfen

Mücken helfen Malaria bekämpfen?

Wenn es nach den Wissenschaftlern des Straßburger Forschungsinstituts Inserm und des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg ginge, würden Mücken bald dabei helfen, Malaria zu bekämpfen, dies berichten sie in einem Artikel im Wissenschaftsmagazin „Science“.

Übertragen wird die Malaria durch den Stich eine Mücke bzw. Moskitos, der Anopheles gambiae. Erstaunlich dabei ist aber, dass einige Exemplare der Anopheles gambiae resistent sind gegen die Malaria-Erreger (Plasmodien), sie werden in ihrem Darm abgetötet. Den Forschern ist es nun gelungen das Gen zu identifizieren, welches diese Eigenschaft der Mücken ausmacht.

Mücken können helfen

Plasmodium falciparum - Ein Erreger der Malaria

Plasmodium falciparum - Ein Erreger der Malaria

Die Forscher schlagen nun zwei Wege vor, wie die Mücken dabei helfen könnten, die Malaria zu bekämpfen bzw. die Ausbreitung von Malaria zu behindern.

Zum einen könnte man nun gezielt nach Mückenpopulationen suchen, die Malaria übertragen und sie von denen unterscheiden, die resistent sind und keine Malaria übertragen. Wenn man nun die Überträger-Mücken bekämpft, können die resistenten Mücken ihren Lebenraum übernehmen. 

Eine weitere Möglichkeit ist es gezielt das Immunsystem der Überträger-Mücken zu stärken und somit die Ausbreitung der Malaria zu stoppen.

Malaria

Jährlich erkranken fast 300 Millionen Menschen an der Malaria, etwa 100 Millionen sterben daran. Der Großteil der Malaria-Erkrankungen betrifft Kinder unter 5 Jahren. Auslöser der Malaria sind Plasmodien, im Bild rechts zu sehen ist das Plasmodium falciparum, es löst eine besonders aggressive Form der Malaria aus.

Verbreitet ist die Malaria in den Ländern rund um den Aquator sowie in fast ganz Südafrika und Südamerika.



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