Atomkraftwerk Biblis – Schlamperei bei Bau und Planung

Planungs- und Montagefehler laut Gutachten

Mittwoch, 21. Oktober 2009, 15:33, Sascha Markuse

Atomkraftwerk Biblis - Schlamperei bei Bau und Planung

Atomkraftwerk Biblis – Schlamperei bei Bau und Planung

Laut einem Gutachten des Freiburger Öko-Instituts ist es bei dem Atomkraftwerk Biblis A zu Planungs- und Montagefehlern gekommen.

Einem Techniker, welcher im Jahre 2002 zu Nachrüstarbeiten in Biblis eingesetzt war, sind mehrere Mängel aufgefallen. Dieser wendete sich daraufhin an die Organisation IPPNW, welche sich unter anderem auch für eine Atomwaffen-freie Zukunft einsetzt.

Kurzschlüsse und Pfusch

Laut Aussagen ist es bei Elektroinstallation zu Kurzschlüssen gekommen, da das eingesetzte Personal nicht ausreichend genug qualifiziert gewesen sein soll. Ganze Leitungsabschnitte sollen hierbei erheblich beschädigt worden sein.

Weitere Mitarbeiter sollen anstehende Arbeiten direkt abgelehnt haben, um zu vermeiden das es sich bei dem Ergebnis um Pfusch handelt. Eine ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten wäre für sie nicht möglich gewesen.

Auch das Notkühlssystem von Biblis A soll von den Nachrüstarbeiten betroffen gewesen sein, welches bei einem Störfall notwendig ist, um den Reaktor unter Kontrolle zu halten.

Kernkraftwerk Biblis

Das Kerkraftwerk Biblis besteht aus 2 Blöcken, Block A und Block B. Am 16. Juli 1974 wurde in Block A die erste Kernreaktion eingeleitet. Am 25. August 1974 wurde daraufhin erstmals Strom ins öffentliche Verbundnetz eingespeist.

Die elektrische Bruttoleistung von Block A  liegt bei 1225 Megawatt, die Bruttoleistung von Block B bei 1300 Megawatt.



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