Krebs – Intelligentes Skalpell entwickelt
Automatische Gewebeerkennung möglich

Krebs – Intelligentes Skalpell entwickelt
Ein deutsch-ungarisches Forscherteam rund um Dr. Zoltán Takáts aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Bernhard Spengler an der Justus-Liebig Unversität in Gießen, hat ein neuartiges Skalpell entwickelt, welches automatisch gesundes von krankem Gewebe unterscheidet. Krebsoperationen sollen hierdurch sicherer und vereinfacht werden.
Elektroskalpell
Es handelt sich um ein Elektroskalpell, welches das Gewebe über elektrischen Strom erhitzt und teilweise verdampfen lässt. Bei dieser so genannten Hochfrequenz-Chirurgie wird Wechselstrom mit hoher Frequenz durch den menschlichen Körper geleitet.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Technik ist der mit dem Schnitt gleichzeitige Verschluss der betroffenen Gefäße. Die Blutung wird kann so direkt verhindert werden.
Verdampfte Zellteile als Hinweis
Bei diesem speziellen Elektroskalpell werden während der Operation die verdampften Zellteile über eine Schlauch abgesaugt und in einem angeschlossenen Massenspektrometer analysiert.
In Sekundebruchteilen wird über eine Software daraufhin der genaue Gewebetyp bestimmt und auf einem Bildschirm angezeigt. Der Chirurg kann so direkt ablesen, ob er in gesundes oder krankes Gewebe schneidet.
Sicherheitsbereich bei Schnitten
Über die direkte Auswertung des Gewebes könnte man den bisher recht großen Sicherheitsabstand rund um krankes Gewebe verkleinern und so evtl. gesundes Gewebe im Körper belassen.
Momentan läuft eine Testreihe in einem Budapester Krankenhaus, in welcher sich die neue Technik jetzt unter Beweis stellen muss.
Weitere Informationen und Bilder findet man auf der Webseite der Justus-Liebig Universität.
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