ProSiebenSat.1 als Pay-TV – Ein Missverständnis

Gebühren für ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins?

Mittwoch, 28. Oktober 2009, 12:34, Pierre Markuse

ProSiebenSat.1 als Pay-TV - Ein Missverständnis

ProSiebenSat.1 als Pay-TV – Ein Missverständnis

Nachdem das Handelsblatt geschrieben hat, dass die ProSiebenSat.1 Media AG für ihre Sender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins eine Nutzungsgebühr verlangen will wiederholt sich diese Meldung in immer mehr Medien. DWDL.de hat aber bei ProSiebenSat.1-Sprecher Julian Geist nachgefragt, was es mit dieser Meldung denn nun auf sich hat.

Missverständnis

Und richtig ist: Für die Nutzung von ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins ist keine Gebühr geplant. Kein Pay-TV also, zumindest nicht richtig. Denn für Zusatzangebote wie z.B. das Programm dieser Sender im HD-Format würde man schon Geld verlangen. Zudem sollen die Anstrengungen bei Geschäftsmodellen wie Video-on-Demand verstärkt werden. Man hat Konzernchef Ebeling also nur missverstanden.

GEZ für Privatsender?

Außerdem würde man gerne – wie andere Privatsender auch – an den Rundfunkgebühren beteiligt werden. Die GEZ-Gebühren werden bislang nur unter den öffentlich-rechtlichen Anstalten aufgeteilt. Inzwischen sei es aber so, dass auch Privatsender medienpolitische Anforderungen wie etwa Sendezeiten für unabhängige Dritte zu erfüllen hätten. Mit anderen Worten: Man hätte gerne ein kleines Stück vom großen Kuchen, auch um damit vom eher rückläufigen Werbemarkt unabhängiger zu werden.

Ein „wenig“ Pay-TV

PayTV bei ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins wird es also geben, aber nur wenn man erweiterte Zusatzangebote wie z.B. HD-Format oder Video-on-Demand nutzen möchte. Für den normalen Zuschauer wird sich in absehbarer Zeit also nichs ändern.



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Ein Kommentar zu “ProSiebenSat.1 als Pay-TV – Ein Missverständnis”

  1. Wer jetzt an den ersten April denkt der könnte schon reingefallen sein. Aber ist schon fragwürdig ob auf lange Sicht es nciht doch irgendwann alles kostenpflichtig wird…

    Gruß Carsten