Schweinegrippe: Symptome der Schweinegrippe sind nicht verlässlich
Welche Symptome hat die Schweinegrippe ("Neue Grippe")?

Schweinegrippe: Symptome der Schweinegrippe sind nicht immer verlässlich
Die Symptome der Schweinegrippe (Influenza A/H1N1) sind nur selten verlässlich genug, um die Krankheit sicher zu diagnostizieren. Weil ähnliche Symptome auch bei anderen Krankheiten auftauchen können (grippaler Infekt oder eine echte saisonale Grippe) kann ein sicherer Befund eigentlich nur durch einen Labortest erfolgen.
Symptome der Schweinegrippe
Die typischen Symptome der Schweinegrippe, die während einer Infektion auftreten sind folgende: (Dabei sollte immer beachtet werden, dass nicht alle Symptome auftreten müssen und die Symptome in Ihrer Ausprägung von Patient zu Patient verschieden stark sein können).
- Fieber (zumeist über 38°C)
- Halsschmerzen
- Schwächegefühl
- Appetitlosigkeit
- Husten
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Gliederschmerzen
Symptome auch typisch bei anderen Krankheiten
Wie man leicht erkennen kann, treten diese Symptome der Schweinegrippe bei vielen anderen Krankheiten auf, ginge man nur nach diesen Symptome würe ein grippaler Infekt schnell zur Schweinegrippe („Neue Grippe“). Auch kann z.B. die ausgeprägte Form eines Symptoms dazu führen, dass die Schweinegrippe vorschnell ausgeschlossen wird. Ein Patient mit hohem Fieber und starken Halsschmerzen aber sonst ohne Beschwerden könnte hier vorschnell denken, er habe einfach nur eine Halsentzündung.
Sicher ist es deswegen bei unklarer Krankheitslage immer den Arzt aufzusuchen, damit dieser – im Falle eines Falles eben auch mit Laborergebnissen – abklären kann, welche Erkrankung nun wirklich vorliegt. Anschließend kann dann die Behandlung in die Wege geleitet werden.
PCR-Test
Um die Schweinegrippe unabhängig von den Symptomen sicher zu diagnostizieren kann ein PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) durchgeführt werden. Dabei wird die DNA des Virus vervielfältigt und durch Sequenzvergleiche mit dem Schweinegrippe-Virus-Genom kann dann unabhängig von der Symptomatik die Diagnose gestellt werden.
Bisheriger Verlauf der Schweinegrippe

Schweinegrippe-Virus - Photo: C. S. Goldsmith and A. Balish, CDC
Deutschlandweit sollen bisher rund 30.000 Fälle bekannt sein, bei denen es sich um eine Infektion mit der Schweinegrippe handelt, die Anzahl der Todesopfer ist inschwischen auf neun gestiegen. Weltweit sind mittlerweile einige Hunderttausend Fälle bekannt. Die Zahl der Todesopfer weltweit soll bereits weit über 5000 liegen.
Die Schweinegrippe-Impfung in Deutschland läuft nun seit über einer Woche, die Skepsis gegenüber der Impfung ist jedoch nach wie vor groß. Es wird jedoch erwartet, dass mit steigenden Fallzahlen die Impfbereitschaft in Deutschland zunehmen wird.
Momentan kommt es leider bei einigen Impfwilligen noch zu kleinen Problemen.
Nicht vergessen werden sollte bei der Diskussion um die Schweinegrippe auch die normale saisonale Grippe, gegen die Risikogruppen sich ebenfalls impfen lassen sollten.
Zweite Schweinegrippe-Welle in Deutschland
Jörg Hacker, Präsident der Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin sagte:
„Die Welle, die wir für den Herbst erwartet haben, hat begonnen.“
Auch das RKI rechnet also mit weiteren Schweinegrippe-infektionen.
Was ist Abseits von Impfungen gegen die Schweinegrippe zu machen?

Tamiflu
Wie die WHO berichtet ist das Influenza A Virus des Typs H1N1, das die Schweinegrippe auslöst, empfindlich gegen Oseltamivir (Tamiflu) und Zanamivir (Relenza), nicht aber gegen Amantadin und Rimantadin. Tamiflu wird in Deutschland von den Bundesländern in großer Menge vorgehalten.
Man sollte jedoch davon absehen, selbst verschreibungspflichtige Medikamente auf dubiosen Seiten im Internet zu bestellen, nicht selten handelt es sich bei den Medikamenten um Fälschungen. Wenn man hier Pech hat, verschlimmert man seien Situation nur noch.
Was kann man vorbeugend unternehmen?
Sinnvoll ist es den Kontakt mit erkrankten Personen zu vermeiden bzw. dabei einen Mundschutz zu tragen (insbesondere die erkrankte Person!) und sich unabhängig davon regelmäßig die Hände zu waschen. Sinnvoll ist es auch bei unklarer Erkrankung rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen, damit dieser Labortests machen kann. Im Bedarfsfall kann dann eine Behandlung entsprechend der Symptome erfolgen.
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