Schweinegrippe: Symptome der Schweinegrippe sind nicht verlässlich

Welche Symptome hat die Schweinegrippe ("Neue Grippe")?

Mittwoch, 4. November 2009, 15:22, Pierre Markuse

Schweinegrippe Symptome der Schweinegrippe nicht verlässlich

Schweinegrippe: Symptome der Schweinegrippe sind nicht immer verlässlich

Die Symptome der Schweinegrippe (Influenza A/H1N1) sind nur selten verlässlich genug, um die Krankheit sicher zu diagnostizieren. Weil ähnliche Symptome auch bei anderen Krankheiten auftauchen können (grippaler Infekt oder eine echte saisonale Grippe) kann ein sicherer Befund eigentlich nur durch einen Labortest erfolgen.

Symptome der Schweinegrippe

Die typischen Symptome der Schweinegrippe, die während einer Infektion auftreten sind folgende: (Dabei sollte immer beachtet werden, dass nicht alle Symptome auftreten müssen und die Symptome in Ihrer Ausprägung von Patient zu Patient verschieden stark sein können).

  • Fieber (zumeist über 38°C)
  • Halsschmerzen
  • Schwächegefühl
  • Appetitlosigkeit
  • Husten
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Gliederschmerzen

Symptome auch typisch bei anderen Krankheiten

Wie man leicht erkennen kann, treten diese Symptome der Schweinegrippe bei vielen anderen Krankheiten auf, ginge man nur nach diesen Symptome würe ein grippaler Infekt schnell zur Schweinegrippe („Neue Grippe“). Auch kann z.B. die ausgeprägte Form eines Symptoms dazu führen, dass die Schweinegrippe vorschnell ausgeschlossen wird. Ein Patient mit hohem Fieber und starken Halsschmerzen aber sonst ohne Beschwerden könnte hier vorschnell denken, er habe einfach nur eine Halsentzündung.

Sicher ist es deswegen bei unklarer Krankheitslage immer den Arzt aufzusuchen, damit dieser – im Falle eines Falles eben auch mit Laborergebnissen – abklären kann, welche Erkrankung nun wirklich vorliegt. Anschließend kann dann die Behandlung in die Wege geleitet werden.

PCR-Test

Um die Schweinegrippe unabhängig von den Symptomen sicher zu diagnostizieren kann ein PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion) durchgeführt werden. Dabei wird die DNA des Virus vervielfältigt und durch Sequenzvergleiche mit dem Schweinegrippe-Virus-Genom kann dann unabhängig von der Symptomatik die Diagnose gestellt werden.

Bisheriger Verlauf der Schweinegrippe

Schweinegrippe-Virus - Photo: C. S. Goldsmith and A. Balish, CDC

Schweinegrippe-Virus - Photo: C. S. Goldsmith and A. Balish, CDC

Deutschlandweit sollen bisher rund 30.000 Fälle bekannt sein, bei denen es sich um eine Infektion mit der Schweinegrippe handelt, die Anzahl der Todesopfer ist inschwischen auf neun gestiegen. Weltweit sind mittlerweile einige Hunderttausend Fälle bekannt. Die Zahl der Todesopfer weltweit soll bereits weit über 5000 liegen.

Die Schweinegrippe-Impfung in Deutschland läuft nun seit über einer Woche, die Skepsis gegenüber der Impfung ist jedoch nach wie vor groß. Es wird jedoch erwartet, dass mit steigenden Fallzahlen die Impfbereitschaft in Deutschland zunehmen wird.

Momentan kommt es leider bei einigen Impfwilligen  noch zu kleinen Problemen.

Nicht vergessen werden sollte bei der Diskussion um die Schweinegrippe auch die normale saisonale Grippe, gegen die Risikogruppen sich ebenfalls impfen lassen sollten.

Zweite Schweinegrippe-Welle in Deutschland

Jörg Hacker, Präsident der Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin sagte:

„Die Welle, die wir für den Herbst erwartet haben, hat begonnen.“

Auch das RKI rechnet also mit weiteren Schweinegrippe-infektionen.

Was ist Abseits von Impfungen gegen die Schweinegrippe zu machen?

Tamiflu

Tamiflu

Wie die WHO berichtet ist das Influenza A Virus des Typs H1N1, das die Schweinegrippe auslöst, empfindlich gegen Oseltamivir (Tamiflu) und Zanamivir (Relenza), nicht aber gegen Amantadin und Rimantadin. Tamiflu wird in Deutschland von den Bundesländern in großer Menge vorgehalten.

Man sollte jedoch davon absehen, selbst verschreibungspflichtige Medikamente auf dubiosen Seiten im Internet zu bestellen, nicht selten handelt es sich bei den Medikamenten um Fälschungen. Wenn man hier Pech hat, verschlimmert man seien Situation nur noch.

Was kann man vorbeugend unternehmen?

Sinnvoll ist es den Kontakt mit erkrankten Personen zu vermeiden bzw. dabei einen Mundschutz zu tragen (insbesondere die erkrankte Person!) und sich unabhängig davon regelmäßig die Hände zu waschen. Sinnvoll ist es auch bei unklarer Erkrankung rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen, damit dieser Labortests machen kann. Im Bedarfsfall kann dann eine Behandlung entsprechend der Symptome erfolgen.





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8 Responses to “Schweinegrippe: Symptome der Schweinegrippe sind nicht verlässlich”

  1. Was man beachten sollte. Nicht jeder Mundschutz ist gut. Am besten hilft ein Mundschutz mit der Kennung FFP3, diese sollte auch richtig angebracht werden.
    Nicht jeder verträgt die Impfung, deswegen sollte man auch sich vorher genau informieren. Z.B. Menschen mit einer Eiweiß Allergie darf die Impfung nicht bekommen. Lebensgefahr! Leider wissen viele Menschen nicht, das sie eine Eiweiß Allergie haben.

  2. [...] unspezifischen Symptome der Schweinegrippe führen nicht nur zu Schwierigkeiten bei der Diagnose der Schweinegrippe, die wegen der der Ähnlichkeit der Symptome zur normalen saisonalen Grippe oder auch einem [...]

  3. [...] in Deutschland besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen und Bayern, verbreitet hat sich die Schweinegrippe aber bereits in ganz Deutschland. Die Symptome der Schweinegrippe finden sie hier. [...]

    • Ariane

      Ich finde es eine Katastrophe was hier in Deutschland geschieht. Die meisten Menschen sind unsicher, haben Angst vor der Grippe aber auch Angst vor der Impfung. Kein Wunder, stattdessen die Professoren, Hersteller, Ärzte, Politiker mal auf den Punkt kommen, diskutieren sie hin und her und verunsichern damit die Menschen.
      Es sollte klar auf den Punkt gebracht werden was es für Nebenwirkungen geben kann, was für Probleme auch nach der Impfung zukünftig auftreten können und wie notwendig die Impfung tatsächlich ist.
      Stattdessen gibt es nur Panikmache und bei mir entwickelt sich dadurch das Gefühl, dass es nur ums Geld geht.

      • Ramona

        Also da muss ich dir echt recht geben,nachdem es jetzt bereits nach der impfung den 2. toten gab bestärkt es mich immer mehr mich nicht impfen zu lassen,denn was jetzt zur zeit abgeht ist einfach nur das,das wir jetzt als versuchskarnickel benützt werden denn ich denke mal der impfstoff wurde nicht richtig ausgetestet.die zeit war garnicht dafür da.für alles gibts ne Pille man hätte sich eher gedanken machen müssen über ein mittel wenn es zum ausbruch kommt was nützt sämtliche Vorsorge wenn es zu spät ist.Der Virus war doch schon länger bekannt,man hätte sich auf einen Wirkstoff gegen diese Grippe konzentrieren sollen und nicht einen Impfstoff entwickeln wo keiner weiss was damit ist.

  4. [...] doch relativ unspezifischen Symptome der Schweinegrippe führen nicht nur zu Problemen bei der Diagnose der Schweinegrippe (Influenza A/H1N1), die wegen der der Ähnlichkeit der Symptome zur normalen saisonalen Grippe oder auch einem [...]

  5. Henner

    Ich befürchte wenn die Leute jetzt beginnen mit einem Mundschutz rumzulaufen, könnte es zu einem Panik-Effekt kommen. Denn, so richtig ist die Schweinegrippe bei den Leuten noch nicht als gefährlich angenommen worden, bei mir zumindest nicht….Man wird einfach nicht genügend damit konfrontiert, Gott sei Dank!

  6. [...] unspezifischen Anzeichen und Symptome der Schweinegrippe führen nicht nur zu Problemen bei der Diagnose der Schweinegrippe (Influenza A/H1N1), die wegen der der Ähnlichkeit der Symptome zur normalen saisonalen Grippe oder auch einem [...]

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