Karstadt: Sanierung durch Lohnverzicht der Mitarbeiter

Beteiligung der Mitarbeiter mit 150 Millionen Euro

Sonntag, 8. November 2009, 12:05, Sascha Markuse

Karstadt Sanierung durch Lohnverzicht der Mitarbeiter

Karstadt: Sanierung durch Lohnverzicht der Mitarbeiter

Um eine Rettung der insolventen Warenhauskette Karstadt zu ermöglichen, nehmen die Mitarbeiter einige finanzielle Einschnitte in Kauf.  Unter anderem wird an Urlaubs- und Weihnachtsgeld gespart. Laut der stellvertretenden Verdi-Vorsitzenden Margret Mönig-Raane, werden die rund 28.000 Karstadt-Mitarbeiter über einen Zeitraum von 3 Jahren 150 Millionen beisteuern.

Treuhandkonto

Während sich das Unternehmen noch in der Insolvenz befindet, wird das aufgebrachte Geld auf einem Treuhandkonto hinterlegt. Am kommenden Montag soll es zu einer Einigung zwischen dem Insolvenzverwalter und der Tarifkommission der Gewerkschaft kommen.

Schließung von Warenhäusern

Leider bleibt weiterhin unklar welche der insgesamt 126 Karstadt-Warenhäuser von einer Schließung bedroht sind. Standen zuerst noch 19 Häuser auf der Liste, ist momentan von 17 Häusern die Rede. Mönig-Raane blickt jedoch zuversichtlich in die Zukunft und geht nicht von einer Schließung von 17 Häusern aus, sagte aber auch direkt, dass sich die Zahl der betroffenen Mitarbeiter dann im vierstelligen Bereich bewege.

Mögliche Investoren

Neben der Unterstützung der Mitarbeiter werden aber weiterhin Investoren gesucht, um den Sanierungsbeitrag zu stemmen. Laut Gerüchten soll hier das Immobilien-Konsortium Highstreet zu Gesprächen bereit sein, welches zuletzt ungefähr 277 Millionen Euro Mieteinnahmen von Karstadt erhielt.

Der Insolvenzverwalter Klaus Huber Görg will die Warenhauskette gerne als Ganzes erhalten.



Ähnliche Artikel:

Kommentieren deaktiviert.