Schweinegrippe: GlaxoSmithKline ruft Impfstoff in Kanada zurück
Rückruf: GlaxoSmithKline ruft Schweinegrippe-Impfstoff zurück

Schweinegrippe: GlaxoSmithKline ruft Impfstoff in Kanada zurück
Der Pharmahersteller GlaxoSmithKline (GSK) ruft in Kanada eine Charge des Schweinegrippe-Impfstoffs Arepanrix zurück. Grund dafür ist, dass bei dieser Charge des Arepanrix-Impfstoffs überdurchschnittlich viele Anaphylaxien aufgetreten sein, also allergische Reaktionen auf den Impfstoff, die im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen können.
Arepanrix ist Pandemrix ähnlich
Laut GlaxoSmithKline ist Arepanrix dem in Europa verwendeten Pandemrix sehr ähnlich, betroffen sei aber nur eine Charge von Arepanrix mit der Kennung A80CA007A. Diese Charge entspricht 172.000 Impfdosen, wie viele davon bereits genutzt wurden ist unbekannt. Auch Arepanrix enthält wie Pandemrix die Wirkung steigernde Adjuvantien.
Der Rückruf in Kanada hat laut GSK keinen Einfluss auf die Verteilung des Impfstoffs in anderen Ländern.
Ursache nicht genannt
Die genaue Ursache, warum diese Charge des Impfstoffs mehr allergische Reaktionen auslöst wurde von GSK bisher nicht bekannt gegeben. Möglicherweise liegt es an einer Verunreinigung des Impfstoffs.
Aktuelle Schweinegrippe-Situation in Deutschland – Bisher 43 Todesfälle
In Deutschland haben sich bisher etwa 89.000 Menschen mit der Schweinegrippe (Influenza A/H1N1) infiziert, diese Zahl basiert auf den Meldungen des RKI, die wirkliche Zahl liegt wahrscheinlich darüber, weil die Schweinegrippe nicht mehr gemeldet werden muss und viele Patienten wohl auch trotz Grippe gar nicht erst in ärztliche Behandlung gehen.
Insgesamt gab es bisher 41 dem Robert Koch-Institut gemeldete Todesfälle, zwei weitere müssen erst noch verifiziert werden. Zur Zeit stecken sich etwa 7.000 – 8.000 Menschen pro Woche mit der Schweinegrippe an. Die doch merkliche Präsenz der Schweinegrippe führt nun auch dazu, dass viele Menschen besonders besorgt sind, wenn sie Symptome zeigen, die auch bei der Schweinegrippe auftreten.
Weltweite Lage – Bereits über 11.000 Tote
Weltweit lässt sich die Lage kaum noch genau einschätzen, vielen ärmeren Ländern fehlen die Möglichkeiten zur Labor-Diagnostik, hier ist man allein auf die doch sehr unspezifischen Symptome der Schweinegrippe angewiesen. In Europa sind bisher etwa 700 Menschen an den Folgen der Schweinegrippe gestorben, in den USA sind es über 3.900 Menschen darunter über 500 Kinder. Weltweit liegt die Zahl der Toten bei über 11.000 Menschen.
Schweinegrippe-Impfung wird auch weiterhin empfohlen
Die Schweinegrippe-Impfung wird auch weiterhin von Experten empfohlen. Zwar gibt es bei der Organisation der Impfung noch einige Probleme, doch die Impfung selbst ist ein ziemlich sicherer Schutz vor einer Infektion mit der Schweinegrippe, auch wenn hier natürlich ebenfalls gilt: einen 100-prozentigen Schutz gibt es nicht.
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