Volksabstimmung: Keine Minarette in der Schweiz – Angst vor Islamisierung?
Minarette, die Schweiz und der Islam

Kommentar von Pierre Markuse
Volksabstimmung: Keine Minarette in der Schweiz – Angst vor Islamisierung?
Die Schweiz hat gewählt: 57,5% waren bei der Volksabstimmung für ein komplettes Bauverbot von Minaretten, 22 der 26 Kantone stimmten dem Verbot zu, nur in Genf und Basel-Stadt sowie in Neuenburg und Waadt fand die Volksinitiative keine Mehrheit.
Wenig interessant ist nun eigentlich die Frage, wie es zu solch einer Volksinitiative kommen konnte, gibt es doch immer genug fremdenfeindliche Menschen und Paranoiker, interessant ist eher die doch hohe Zustimmung durch die Bevölkerung der Schweiz. Obwohl in der Schweiz nur etwa 400.000 Muslime leben und es bis jetzt erst vier Minarette gibt, haben 57,5% für ein Bauverbot von Minaretten gestimmt.
Latente Angst vor… – Ja, vor was eigentlich?
Für viele Schweizer ist das Minarett hier wohl ein Symbol für eine fortschreitende Islamisierung, die es in der Schweiz aber eigentlich gar nicht gibt. Hier wurde durch die Befürworter der Initiative ein Bild des Islam geformt, welches nicht immer der Realität entspricht. Von der Unterdrückung der Frauen wurde geschrieben, auf Plakaten wurden islamische Frauen mit Burka dargestellt – ein Bild welches man in der Schweiz und auch in Deutschland wohl nur selten antreffen dürfte.
Auch weil es vielen Menschen einfach an Interesse und Informationen über den Islam fehlt, gelingt es einigen Menschen immer wieder das Bild des Islam in der Öffentlichkeit zu verzerren.
Bild des Islam oft verzerrt
Das Bild des Islam in der westlichen Welt wird oft verzerrt, viele Berichte über den Islam beziehen sich auf Krisengebiete im nahen Osten oder auch in Afrika, der Islam hat hier teilweise einen Stellenwert den er in den westlich geprägten Ländern nie erreichen wird, zudem wird die Religion teilweise durch lokale Bräuche der verschiedenen Volksgruppen gefärbt und erscheint dadurch noch fremdartiger und ist deshalb mit westlichen Wertvorstellungen nicht zu vereinbaren.
Schaut man sich Muslime in der Schweiz oder Deutschland an, leben viele von ihnen ein sehr angepasstes Leben, Religion hat für manche einen hohen Stellenwert, für manche praktisch keinen. Natürlich sieht man auch Frauen mit Kopftuch und momentan scheint es besonders bei jungen Frauen wieder mehr Zuspruch zu finden, doch werden diese Frauen gezwungen ein Kopftuch zu tragen? In den meisten Fällen geschieht es absolut freiwillig als Teil des religiösen Lebens.
Empfundene Islamisierung
Eine vielleicht empfundene fortschreitende Islamisierung in der Schweiz und Deutschland ist möglicherweise einfach nur die Folge einer selbstbewussteren Generation Muslime, die wie Christen und andere Religionsgemeinschaften auch eben ihr Recht auf Religionsfreiheit ausüben wollen. Der Islam war schon vorher da, wird aber nun eben deutlicher nach außen getragen. Und warum auch nicht? Christen bauen Kirchen, Muslime eben Moscheen.
Es ist wohl kaum das Ziel der Muslime in der Schweiz oder in Deutschland Christen oder andere Religionsgemeinschaften zu missionieren, es geht wohl eher um eine gleichberechtigte Ausübung ihres Glaubens.
Internationale Folgen
Für die Schweiz dürfte das Ergebnis der Abstimmung auch auf internationaler Ebene Folgen haben. Das Ansehen der Schweiz bei islamisch geprägten Ländern wird hier sicherlich leiden. Interessant dürften in den nächsten Tagen die Reaktionen der Muslime auch aus anderen Ländern sein.
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[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Coskun und Lisa Perret, Islamisierung erwähnt. Islamisierung sagte: GN: Volksabstimmung: Keine Minarette in der Schweiz – Angst vor Islamisierung? – Pierre Markuse http://url4.eu/qp0N [...]
Wieder einmal haben eine Handvoll deutscher Gutmenschen Stoff zum Zündeln. Die erste Frage, die sich stellt: Warum sind Volksabstimmungen in der BRD unerwünscht? In der DDR gab es Volksabstimmungen, in China gibt es die und in Russland auch. Leider haben diese Länder aber auch eine Verfassung, die uns Deutschen von einer Handvoll Deutschen ebenfalls verweigert wird.
Weckruf an die deutschen Politiker
Politiker in Deutschland sollten das Abstimmungsergebnis in der Schweiz ernst nehmen. Vielen Politikern und Kirchenführern fällt auf Anhieb nur Schelte am Wahlverhalten der Schweizer ein, doch sie vergessen, dass in Deutschland bei einer Abstimmung wohl ähnliche Ergebnisse zustande kämen; auch der Türkei-Beitritt zur EU fände in Deutschland mit Sicherheit keine Mehrheit. Doch diese Argumente wollen natürlich diese „aufgeklärten“ Personen nicht hören – geschweige sie ernst nehmen. Die Attitüde eines toleranten und liberalen Weltbürgers lässt sich halt medienwirksam immer wieder gut verkaufen!
Das Problem in Deutschland ist, dass viele Politiker die Angstgefühle breiter Kreise der deutschen Bevölkerung vor einer drohenden Überfremdung, vor einer Bildung von Parallelgesellschaften und vor der Gefahr einer Islamisierung negieren. Man kann mit noch so gescheiten Argumenten die Ängste nicht wegdiskutieren. Viele Deutsche sind vom Gefühl beseelt, dass wir in der Gefahr stehen, uns von den „Gutmenschen“ der Verfechter einer Multi-Kulti-Gesellschaft , die die fremde Kultur immer verteidigungswerter finden als die eigene , mundtot machen und einreden lassen, dass wir von Migranten nichts mehr fordern dürfen, sondern sie nur noch fördern müssten und dass für die Migranten unser Grundgesetz – dank unserer unbegrenzten Toleranz und Liberalität – nur von untergeordneter Bedeutung sei. Diese Gefühlslage ist bei vielen Deutschen nicht wegzudiskutieren – ich spreche hier nicht von Neonazis, sondern von vielen Bürgern, die sich ansonsten zum Grundgesetz und zu den Werten des christlichen Abendlandes bekennen!
Ferner sollten deutsche Politiker nicht unterschätzen, dass in weiten Kreisen der Bevölkerung beobachtet wird, mit welcher Selbstverständlichkeit in Deutschland sich die Anzahl der Moscheen vergrößert, während z.B. in der Türkei die Christen verfolgt werden – geschweige denn, dass sie die Erlaubnis erhalten, Kirchen zu bauen. Viele Deutsche leiden unter diesem asymmetrischen Verhalten islamischer Länder gegenüber den Christen und verstärkt ihre Angstgefühle vor einer mit Militanz verfolgten Überfremdung. In einem Gedicht des türkischen Schriftstellers Ziya Gökalp heißt es: „Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten.“
Ibrahim El-Zayat, Präsident der “Islamischen Gemeinschaft in Deutschland”, schreibt in der islamischen Zeitschrift “TNT” im Jahr 1996:
„Ich glaube nicht, dass es unmöglich ist, dass der Bundeskanzler im Jahre 2020 ein in Deutschland geborener und aufgewachsener Muslim ist, dass wir im Bundesverfassungsgericht einen muslimischen Richter oder eine muslimische Richterin haben… Dieses Land ist unser Land und es ist unsere Pflicht, es positiv zu verändern. Mit der Hilfe Allahs werden wir es zu unserem Paradies auf Erden machen, um es der islamischen Ummah (Weltgemeinschaft) und der Menschheit insgesamt zur Verfügung zu stellen.“
Warum kämpfen die türkischen Vereinigungen in Deutschland nur für ihre Rechte in Deutschland und schweigen zu den Menschenrechtsverletzungen gegenüber Christen in ihren Heimatländern? Warum verhalten sich die türkischen Verbände so wortkarg und schmallippig gegenüber einer nicht geringen Anzahl von in Deutschland lebenden Personen, die keinerlei Interesse haben, die deutsche Sprache zu lernen – geschweige denn sich mit der deutschen Kultur und den deutschen Rechtsgepflogenheiten auseinanderzusetzen?
Ich spreche in meinen Äußerungen zunächst von Gefühlen , die bei einer aus meiner Perspektive von Politikern unterschätzen hohen Anzahl Deutscher vorhanden sind; ich spreche nicht davon, dass diese Gefühle immer auch eine hohe Verifikationsdeterminante haben – obwohl die von mir gebrachten Zitate ein hohes Maß an Nachdenklichkeit auslösen! Mein Appell geht an die deutschen Politiker, diese Gefühle endlich ernst zu nehmen und die unleugbaren Missstände bei Personen mit islamischem Hintergrund immer wieder zu thematisieren( z.B. Gewalt gegenüber Frauen, Zwangsheiraten, Teilnahme am Sportunterricht für Mädchen, u.a.m.) und sie nicht ständig unter den Teppich zu kehren, sondern die in Deutschland vorhandene Rechtskultur und die Einhaltung der Grundgesetzbestimmungen zum nicht verhandelbaren Gegenstand zu erheben, und zwar für jede nach Deutschland einwandernde oder bereits in Deutschland sich aufhaltende Person – vor allem, wenn diese bereits einen deutschen Pass haben.
Paul Haverkamp, Lingen
Paul Haverkamp schreibt:
“…Ich spreche in meinen Äußerungen zunächst von Gefühlen , die bei einer aus meiner Perspektive von Politikern unterschätzen hohen Anzahl Deutscher vorhanden sind; ich spreche nicht davon, dass diese Gefühle immer auch eine hohe Verifikationsdeterminante haben – obwohl die von mir gebrachten Zitate ein hohes Maß an Nachdenklichkeit auslösen!”
Erkannter Verschwurbelungsfaktor=9, 10 ist das Höchste!