Schweinegrippe: Zu viel Impfstoff – GlaxoSmithKline bereit nachzuverhandeln
Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix: Länder haben volle Lager

Schweinegrippe: Zu viel Impfstoff – GlaxoSmithKline bereit nachzuverhandeln
Die von den Ländern bestellten 50 Millionen Impfdosen des Schweinegrippe-Impfstoffs Pandemrix von GlaxoSmithKline (GSK) überschreiten die benötigte Menge weit. Nachdem sich abgezeichnet hat, dass ein ausreichender Impfschutz bereits nach einer Impfdosis und nicht erst nach zwei Impfdosen aufgebaut ist, stehen die Länder nun vor dem Problem viel zu viel Impfstoff zu besitzen.
Nachverhandlungen mit GSK ab dem 7. Januar
Ab dem 7. Januar soll es deshalb zwischen Bund und Ländern sowie dem Hersteller von Pandemrix, GlaxoSmithKline, zu Nachverhandlungen darüber kommen, wieviel Impfstoff geliefert wird. Die Skepsis gegenüber dem Impfstoff war groß und viele Menschen zeigten sich wenig besorgt vor der recht milde verlaufenden Schweinegrippe (Influenza A/H1N1), deshalb haben sich bisher erst etwa fünf Prozent der Bevölkerung gegen die Schweinegrippe impfen lassen.
GSK zeigte sich Bereit über die Menge der weiteren Lieferungen des Impfstoffs zu verhandeln, ließ allerdings auch verlauten, dass die Herstellung von Pandemrix wegen des komplizierten Prozesses nicht sofort gestoppt werden kann.
Kosten drücken – Evtl. Verkauf ins Ausland
Für die Länder sind die Nachverhandlungen eine große Hoffnung Kosten zu sparen, denn die Krankenkassen zahlen nur den Impfstoff, der auch benutzt wurde. Momentan würden die Länder auf Impfstoff im Wert von etwa 700 Millionen Euro sitzenbleiben.
Eine weitere Möglichkeit ist es Impfdosen – evtl. auch zu günstigeren Preisen – in das Ausland zu verkaufen.
Insbesondere Osteuropa und asiatische Länder sind momentan noch stark von der Schweinegrippe betroffen. Auch in vielen afrikanischen Ländern könnte der Impfstoff gebraucht werden, hier fehlt es allerdings oft an Geld. Hier wären Spenden der Länder eine Möglichkeit um überschüssigen Impfstoff nicht über das Verfallsdatum hinaus zu lagern.
Schweinegrippe: Weltweit über 12.200 Tote
Nach den Meldungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind inzwischen weltweit über 12.200 Menschen an den Folgen der Schweinegrippe (Influenza A/H1N1) gestorben. Es scheint die Schweinegrippe habe in Amerika und Westeuropa ihren Höhepunkt überschritten. Auch durch die Schweinegrippe-Impfung konnte hier die weitere Ausbreitung der Krankheit vorerst gestoppt werden.
Die Zahl der Schweinegrippe-Fälle in Osteuropa und Asien steigt aber weiterhin. Weiterhin möglich ist auch eine weitere Welle von Erkrankungen in Europa und den USA. In vielen ärmeren Ländern fehlt es weiterhin an Schweinegrippe-Impfstoff und auch an Medikamenten zur Behandlung der Schweinegrippe. Die Zahl der Toten weltweit wird deshalb in den nächsten Wochen noch weiter ansteigen.
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