Nacktscanner (Ganzkörper-Scanner) für Deutschland wird im Januar vorgestellt

Nacktscanner an deutsche Flughäfen?

Samstag, 2. Januar 2010, 15:25, Pierre Markuse

Nacktscanner (Ganzkörper-Scanner) für Deutschland wird im Januar vorgestellt

Wie der FOCUS berichtet soll dem Bundesinnenministerium noch in diesem Monat eine Variante eines Ganzkörper-Scanners (auch Nacktscanner, Body-Scanner) vorgestellt werden, die dann an deutschen Flughäfen zum Einsatz kommen könnte. Ein entsprechendes Gerät wird zur Zeit in Lübeck entwickelt.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière würde den Einsatz dieser Scanner begrüßen, wenn die Persönlichkeitsrechte der Passagiere „vollumfänglich gewahrt“ bleiben.

Eingriff in die Persönlichkeitsrechte

Viele Menschen sehen in den Nacktscannern einen zu großen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, weil sich die Körperformen auf diesen Geräten zu deutlich für die Sicherheitsbeamten erkennen lassen.

Aus diesem Grund werden inzwischen Scannertypen entwickelt, die den Körper nur verpixelt darstellen und nur die Position anzeigen an der ein körperfremder Gegenstand versteckt ist, außerdem sind auch automatische Systeme in der Entwicklung, die die Beurteilung des Scannerbildes selbst übernehmen und die Beamten nur informieren, wenn etwas gefunden wurde.

Die Meinungen von Passagieren sind hier geteilt. Während einige mit diesen Scannern überhaupt kein Problem haben und die zusätzliche Sicherheit begrüßen, geht anderen der Einsatz zu weit. Teilweise sind es auch religiöse Vorbehalte gegen die nackte Darstellung des Körpers.

Alternativen

Als Alternative zu den Nacktscannern werden in den USA inzwischen auch Handscanner (ähnlich den üblichen Metalldetektoren) getestet, die mit Terahertzstrahlung arbeiten und so auf ähnliche Weise verstecke Objekte am Körper finden sollen.

Weiterhin Möglich ist natürlich auch eine normale Leibesvisitation, die aber auch nicht angenehm ist und zudem viel Zeit in Anspruch nimmt.

Einsatz von Nacktscannern gar nicht so selten

Weltweit werden Nacktscanner schon an einigen Flughäfen eingesetzt, neuerdings auch am Flughafen Schiphol in Amsterdam. Außerdem schon an einigen Flughäfen in den USA, in Australien, Großbritannien, aber auch in Israel sowie in Moskau und Zürich.



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