Erdbeben in Haiti: Hilfe aus dem Ausland kommt an – Zehntausende Tote befürchtet
Katatrophale Lage in Haiti nach Erdbeben

Erdbeben in Haiti: Hilfe aus dem Ausland kommt an – Zehntausende Tote befürchtet
Nach dem Erdbeben in Haiti (Dienstag 22.53 Uhr MEZ), welches Stärke 7,0 auf der Richter-Skala erreichte, ist die Lage dort katastrophal. Das Erdbeben zerstörte Tausende von Häusern in der Hauptstadt Port-au-Prince, in den Slums am Rande der Stadt stürzten Berghänge ein und begruben Menschen. Unter den Trümmern der Gebäude werden noch Zehntausende Menschen befürchtet.
Schlechtes medizinisches System in Haiti
Das medizinische System und auch der Katastrophenschutz in Haiti entsprechen nicht internationalen Standards,Haiti wird für die Bewältigung der Situation auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen sein. Momentan soll in der Hauptstadt nur ein Krankenhaus noch funktionsfähig sein.
Erste Hilfe aus dem Ausland kann inzwischen auch wieder auf dem Flughafen von Port-au-Prince landen. Gefragt sind insbesondere Bergungsexperten, entsprechendes Gerät, Ärzte, medizinische Ausrüstung und natürlich Nahrungsmittel.
Die Versorgung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser ist in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen, Haiti steht vor einer Hungersnot. Zudem steigt wegen der vielen noch nicht geborgenen Leichen von Stunde zu Stunde die Gefahr von Seuchen. Inzwischen kommt es auch immer wieder zu Plünderungen, die lokalen Sicherheitskräfte haben die Lage nicht mehr unter Kontrolle.
Viele Länder haben inzwischen reagiert und Helfer bzw. Hilfsgüter nach Haiti geschickt, allein die USA schicken 2.000 Hilfskräfte. Auch aus Deutschland sind die ersten Helfer unterwegs, Deutschland schickt medizinische Kräfte sowie Techniker mit Wasseraufbereitungsanlagen um die Versorgung mit Trinkwasser zu gewährleisten.
Neben Port-au-Prince auch weitere Gebiete betroffen
Neben der Hauptstadt sind auch weitere Gebiete Haitis vom Erdbeben betroffen. Berichte über das Ausmaß der Schäden dort dringen aber kaum durch. Strom- und Telefonnetz sind ebenfeils in Teilen des Landes ausgefallen. Eine genaue Abschätzung der Toten und Verletzten ist kaum möglich. Schätzungen gehen aber von einigen Zehntausend Toten aus, mindestens ebensoviele Verletzte soll es zusätzlich noch geben.
Auch der haitianische Präsident René Preval sagte in einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN, das Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht abzuschätzen.
Haiti
Haiti hat insgesamt knapp 9 Millionen Einwohner. Das Land ist nur wenig entwickelt, zu der schwachen Wirtschaft kommt eine immer wieder unruhige politische Lage. Haiti besteht aus dem westlichen Teil der Insel Hispaniola, die zu den Großen Antillen gehört. Haitis Nachbar auf der Insel ist die Dominikanische Republik.
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Diese armen Leute in diesem armen Land. Die tun mir echt leid. Leben schon in Armut und dann das. Einfach schrecklich.