Haiti: Nachbeben der Stärke 6,1

Nachbeben erschüttert Inselstaat Haiti

Mittwoch, 20. Januar 2010, 13:36, Pierre Markuse - Bei Facebook Teilen - Pierre-Markuse.de bei Twitter URL tweeten!

Haiti: Nachbeben der Stärke 6,1

Eine Woche nach dem Erdbeben der Stärke 7,0 auf der Richter-Skala, dessen Epizentrum sich rund 16 Kilometer von der Hauptstadt HaitisPort-au-Prince, befand, gab es nun um 12.03 Uhr MEZ ein Nachbeben der Stärke 6,1 auf der Richter-Skala, das Epizentrum lag etwa 59 Kilometer westlich der Hauptstadt.

Noch keine Informationen über neue Schäden oder Opfer

Über neue Schäden durch das Nachbeben ist bis jetzt noch nichts bekannt, viele Häuser, die das Erdbeben der letzten Woche überstanden haben sind von diesem aber beschädigt worden, daher ist anzunehmen, dass weitere Häuser eingestürzt sind.

Auch noch unklar ist die Lage außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince, noch immer funktioniert das Telefonnetz nicht einwandfrei und Informationen aus den ländlichen Gegenden dringen nicht bis in das Lagezentrum vor.

Schätzungen gehen von 200.000 Toten aus

Nach aktuellen Schätzungen hat das Erdbeben der letzten Woche etwa 200.000 Todesopfer gefordert, ähnlich hoch dürfte die Zahl der Verletzten sein. Noch immer haben nicht alle Bürger Zugang zu Trinkwasser und medizinischer Hilfe, die Zustände auf den Straßen von Port-au-Prince sind teilweise chaotisch.

Auch die Gefahr von Seuchen besteht weiterhin, es ist sehr warm und es wurden noch immer nicht alle Leichen geborgen.

Internationale Hilfe für Haiti läuft

Die Situation auf dem Flughafen von Port-au-Prince hat sich inzwischen etwas entspannt, Helfer und Hilfsmaterialien kommen noch immer in Haiti an, die Verwüstung in dem Inselstaat ist aber gewaltig. Die ohnehin gefährliche Suche nach Überlebenden in den Trümmern wurde durch das Nachbeben noch gefährlicher, an vielen Stellen besteht Einsturzgefahr.

Der Großteil der Helfer wird bisher auch nur in der Hauptstadt eingesetzt, es bleibt abzuwarten wie die Situation im Rest des Landes ist. Momentan werden besonders Trinkwasser und medizinische Hilfe benötigt.



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