Greenpeace warnt: Pestizide im Salat

Strafanzeige gegen Tengelmann

Mittwoch, 3. Februar 2010, 8:11, Sascha Markuse

Greenpeace warnt: Pestizide im Salat

Einer Untersuchung von Greenpeace zu folge weisen 29 von 36 Proben von Kopfsalat und Rucola aus unterschiedlichen Discountern und Supermärkten Rückstände von Pestiziden auf. Vier der getesteten 12 Rucola-Salate und elf der 21 Kopfsalate befindet Greenpeace für “nicht empfehlenswert“.

Strafanzeige gegen Tengelmann

In den Supermärkten der Unternehmensgruppe Tengelmann fand die Umweltorganisation Kopfsalat, welcher die Akute Referenzdosis (ARfD) eines Pestizids überschritten hat. Besonders bei Kinder könne der Verzehr des untersuchten Kopfsalates gesundheitsschädlich wirken. Greenpeace erstattete Anzeige.

Bei der “Akuten Referenzdosis (ARfD)” handelt es sich um eine Richtlinie, welche angibt, in welchen Mengen jeder Mensch bestimmte Stoffe pro Kilogramm Körpergewicht innerhalb eines Tages oder einer Mahlzeit zu sich nehmen kann.

Nicht zugelassene Pflanzenschutzmittel gefunden

Die Proben stammen aus Supermärkten und Discountern aus Köln, Bonn, Dresden, München, Hamburg und dem Frankfurter Raum. Auffällige Proben wurden zur Sicherheit durch ein zweites Labor geprüft.

Unter anderem wurde auch das in der EU nicht zugelassene Tolclofos-Methyl gefunden, welches als Fungizid eingesetzt wird um Pilze und Sporen abzutöten.

Mischungen von Pestiziden

Weiter wurde festgestellt, dass mehrere Pestizide eingesetzt werden, um die Überschreitung der Höchstmenge bei den einzelnen Stoffen zu verhindern. Teilweise sollen bis zu 15 verschiedene Pestizide entdeckt worden sein.

In drei der untersuchten Salatproben fanden sich zu hohe Konzentrationen von Pestiziden, welches den Verkauf eigentlich untersagt. Salate aus Belgien und Italien sollen besonders stark belastet sein, Produkte aus Deutschland und Spanien schnitten dagegen besser ab.



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