Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot – Selbstmord

Münchner Jurist Günter Freiherr von Gravenreuth hat sich das Leben genommen

Montag, 22. Februar 2010, 15:46, Pierre Markuse

Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot – Selbstmord

Wie die Polizei gegenüber “heise online” bestätigt hat, hat sich der in der IT-Szene bekannte Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth (61) das Leben genommen.

Selbstmord

Günter Freiherr von Gravenreuth hatte seinen Selbstmord wohl zuvor einigen Personen im Internet angekündigt, eine davon benachrichtigte die Polizei über seine Absicht. Diese hat dann die Wohnungs des Anwalts geöffnet, von Gravenreuth soll sich mit einer Schusswaffe getötet haben. In einer Email an einie Bekannte hatte er wohl von Gesundheits- und Finanzproblemen berichtet.

Inzwischen ist auf der persönlichen Webseite des Anwalts eine Todesanzeige geschaltet.

Verurteilung wegen Betrugs

Gravenreuth war im September 2008 vom Landgericht Berlin zu einer 14-monatigen Freiheitsstrafe wegen Betrugs verurteilt worden, sein Haft sollte er noch in diesem Monat antreten. Bisher ist unklar, ob dies evtl. mit ein Grund für den Selbstmord gewesen ist.

Bekannt in der IT-Szene

In der IT-Szene wurde Günter Freiherr von Gravenreuth insbesondere als “Abmahnanwalt” bekannte. So führte er mehrere Prozesse um die Rechte an der Marke “Explorer“. Einigen dürfte er auch als Verfasser der “Tanja-Briefe” bekannt sein, ein Lockangebot für das illegale Tauschen von Spielen auf Diskette per Post.

Gravenreuth war dabei nicht unumstritten und seine Methoden galten als wenig zimperlich, trotzdem wurde er wegen seiner Kompetenz auf diesem Gebiet von vielen durchaus mit Respekt behandelt.



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