Lufthansa: Streik der Piloten hat begonnen – Notfall-Flugplan in Kraft
Streik der Piloten - Chaos im Flugverkehr und hohe Kosten für Lufthansa

Lufthansa: Streik der Piloten hat begonnen – Notfall-Flugplan in Kraft
Der Streik der Lufthansa-Piloten hat begonnen. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit und die Lufthansa konnten bis jetzt keine Einigung erzielen und seit Mitternacht streiken nun die Piloten der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Keinen Streik gibt es übrigens bei den Regionalpartnern wie Cityline oder Eurowings.
Etwa zwei Drittel der Flüge bei der Lufthansa sollen wegen des Piloten-Streiks ausfallen, bei Germanwings erwartet man eine Ausfallrate von einem Drittel.
Kosten des Streiks
Die Lufthansa schätzt die Kosten des Streiks auf etwa 100 Millionen Euro. Möglich ist natürlich weiterhin eine schnelle Einigung zwischen der Vereinigung Cockpit und der Lufthansa, wahrscheinlich ist diese wegen der Differenzen aber nicht. Insbesondere die Frage der Auslagerung von Arbeitsplätzen ist weiterhin ein Streitpunkt zwischen den Parteien. Die Forderung nach 6,4 Prozent mehr Gehalt erscheint fast nebensächlich.
Ein Sprecher der Vereinigung Cockpit sagte:
“Wir sind jederzeit gesprächsbereit, aber zu einem fairen und offenen Dialog ohne Vorbedingungen.”
Lufthansa und Germanwings haben einen Notfall-Flugplan
Lufthansa wie Germanwings haben an einen Notfall-Flugplan. Die Lufthansa plant ein Drittel bis die Hälfte ihrer Flüge wie geplant zu bedienen. Sie bedient sich dazu der Piloten die inzwischen im Management arbeiten und vom Streik nicht betroffen sind. Trotzdem wird es sich nicht verhindern lassen, dass viele Flüge ausfallen werden.
Informationen zum Notfall-Flugplan der Lufthansa gibt es auf dieser Webseite. Die Lufthansa-Passagiere können sich außerdem unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 / 8 50 60 70 informieren. Informationen zum Sonder-Flugplan von Germanwings finden sich hier. Auch Germanwings bietet unter der 0800 / 66 44 93 5 ein Info-Telefon an.
Lufthansa und Germanwings wollen außerdem für eine Betreuung der festsitzenden Passagiere an den Flughäfen sorgen.
Was mache ich mit meinen Tickets?
Die Lufthansa hat sich bereit erklärt, die Tickets kostenlos umzubuchen, der neue Flug muss jedoch spätestens am 31. März starten, als Alternative bekommt man das Geld für sein Ticket zurück. Wenn die Lufthansa keine alternative Reisemöglichkeit bieten kann oder die Reisenden ihre Tickets verfallen lassen, gibt es ebenfalls den Preis für das Ticket erstattet. Evtl. muss die Lufthansa vor Ort auch für Hotels sorgen, wenn Reisende festsitzen.
Bahnverkehr – Behinderungen möglich
Der Streik der Lufthansa-Piloten wird wohl wegen vieler Umsteiger (der innerdeutschen Verbindungen) auf dieses alternative Beförderungsmittel auch zu vielen überfüllten Zügen führen, Bahnreisende sollten sich daher auf Verspätungen einstellen.
Konkurrenten nutzen Piloten-Streik als Chance
Lufthansa-Konkurrenten wie Air Berlin oder auch Ryanair nutzen den Piloten-Streik bei der Lufthansa als Chance und hoffen auf möglichst viele Umsteiger. Wer bei dieser Gelegenheit “fremdfliegt” bleibt vielleicht auch zulünftig Kunde.
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