Rockerkrieg: Schüsse auf den Hells Angels Anführer in Kiel
Hell Angels Anführer wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Rockerkrieg: Schüsse auf den Hells Angels Anführer in Kiel
Kiel: Die in letzter Zeit immer aggressiveren Auseinandersetzungen zwischen den Hells Angels und den Bandidos nehmen neue Formen an. Bisher Unbekannte haben bereits gestern mehrere Schüsse auf das Haus des Hells Angels Anführer in Kiel abgegeben. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt.
Hell Angels Anführer muss sich wegen versuchten Totschlags vor Gericht verantworten
Der 36-jährige Anführer der Hells Angels in Flensburg muss sich demnächst wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Er soll im September 2009 ein Mitglied der verfeindeten Rockerbande Bandidos von der Autobahn abgedrängt haben.
Ihm wird vorgeworfen das Motorrad des 24-jährigen Bandidos zweimal mit seinem Auto gerammt zu haben. Das Opfer stürzte daraufhin und verletzte sich lebensgefährlich. Der Anführer der Hells Angels soll daraufhin Fahrerflucht begangen haben. Seit Anfang Januar sitzt er in Untersuchungshaft.
Die Staatsanwaltschaft Flensburg gab bekannt, dass sich die Anklage auf versuchten Totschlag und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr beläuft. Bisher steht noch kein Termin für den Prozessauftakt fest.
Hells Angels und Bandidos – Ereignisse der letzten Zeit
Am Freitagabend, den 19.02., kam es in der Flensburger Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Rockerbanden, bei welcher mehrere Mitglieder der Bandidos mit Äxten und Eisenstangen bewaffnet auf ein Mitglied der Hells Angels losgingen.
Insgesamt sollen acht Mitglieder der Bandidos auf das 41-jährige Mitglied der Hells Angels losgegangen sein. Der 41-jährige soll bei dem Angriff schwer verletzt worden sein, sich allerdings nicht in Lebensgefahr befinden.
Die acht Männer wurden kurze Zeit später in zwei Fahrzeugen in Neumünster von der Polizei gestoppt und festgenommen. Es wurden mehrere Hieb- und Stichwaffen sichergestellt. Zudem wurde das Vereinsheim der Hells Angels in Flensburg durchsucht, wobei ebenfalls mehrere Waffen sichergestellt wurden.
Sieben der acht festgenommenen Mitglieder der Bandidos der wurden noch in der Nacht wieder freigelassen. Bei der achten Person handelt es sich um einen 31-jährigen Mann, welcher zunächst weiter in Haft bleibt. Bisher sind keine weiteren Hintergründe zu der Tat bekannt.
Häufung von Auseinandersetzungen
In der vergangenen Zeit häuften sich die Auseinandersetzungen zwischen den beiden rivalisierenden Banden. Erst im November waren die beiden Rockergruppen mehrfach in den Medien vertreten.
Im November wurde von den Bandidos versucht, ein von den Hells Angels kontrolliertes Bordell zu stürmen. Die Hells Angels zerstörten daraufhin ein Vereinslokal der Bandidos.
Etwas später wurde ein Hells Angels Zentrum in Solingen von Unbekannten mit Pistolen beschossen und eine Handgranate ohne Sprengstoff durch ein Fenster geworfen. Gefolgt wurde dies von einem Übergriff auf ein Lokal der Bandidos in Essen.
Geschichtliches über die Bandidos und Hells Angels
Bandidos
Der Motorradclub Bandidos wurde bereits 1966 in Houston (Texas) durch Donald Eugene Chambers gegründet. Bei einem Großteil der ersten Mitglieder soll es sich um Vietnam-Veteranen gehandelt haben. Der Club wurde erst durch Ronnie Hodge auch international bekannt, welcher nach Chambers zum Präsidenten gewählt wurde.
In Europa wurde der erste Ortsverband der Bandidos im Jahre 1989 in Marseille in Frankreich gegründet, gefolgt von Luxemburg und Skandinavien.
In Deutschland sind die Bandidos erst seit dem Jahr 1999 vertreten. Bei der Gründung schlossen sich die Ghostriders MC, die Road Eagle MC Nomads und die Destroyers München
an.
Das Logo der Bandidos besteht aus einem Banditen mit einer Machete in der linken Hand und einer Pistole in der rechten Hand. Das Logo ist größtenteils in den Farben rot und gold gehalten.
Hells Angeles
Der Motorradclub der Hells Angels wurde am 17. März 1948 in Fontana (Kalifornien) gegründet. Am 1. April schlossen sich daraufhin unter der Führung von Ralph Sonny Barger weitere Clubs den Hells Angels an. Ab 1960 dehnte sich der Club zuerst in den USA, danach auch auf andere Länder aus.
In Deutschland wurde am 16. März 1973 die erste Gebietsvertretung in Deutschland in Hamburg gegründet. In den folgenden Jahren kamen weitere Vertretungen hinzu.
Die Hells Angels sollen nach eigener Aussage nach den folgenden vier Werten leben : Ehrlichkeit – Zuverlässigkeit – Respekt – Freiheit.
Das Logo der Hells Angels besteht aus einem Totenkopf mit Flügeln. Das Logo ist größtenteils in den Farben rot und weiß gehalten. Die Buchstaben “AFFA”, welche für Angels Forever, Forever Angels stehen, sind ein weiteres Zeichen der Hells Angels.
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Schlecht recherchiert. Nicht der Präsident aus Kiel wird angeklagt, sondern der Präsident aus Flensburg.
Vielen Dank!
Lag wohl eher an der Eile, als an der Recherche – bereits korrigiert.
Grüße Sascha
Man könnte das Gefühl bekommen, das diese Banden machen können was sie wollen. Wie oft wurden jetzt schon welche Angeklagt? Und was ist dann passiert ? Nichts. Ich finde das der Staat endlich mal mit aller Gewalt durchgreifen sollte.