Formel 1: Bald Abkürzungen in Rennen erlaubt?

Mehr Spannung und Überholmanöver in der Formel 1 durch Abkürzugen?

Dienstag, 16. März 2010, 15:15, Pierre Markuse

Formel 1 Bald Abürzungen in Rennen erlaubt

Formel 1: Bald Abkürzungen in Rennen erlaubt?

Nach dem ersten Rennen der Formel 1 Saison 2010, dem Großen Preis von Bahrain, wurden doch einige Stimmen laut, die das Rennen als öde und langweilig bezeichnet haben. Und tatsächlich gab es in Bahrain kaum spektakuläre Überholmanöver, eigentlich gab es sogar kaum Überholmanöver.

Viele Teams haben nur einen Boxenstopp gemacht, auch hierdurch wurde eine weitere Durchmischung des Feldes und ein Taktieren verhindert. In der Formel 1 werden nun Stimmen laut, am Regelwerk etwas zu verändern, um die Rennen interessanter zu gestalten. (Die neuen Regeln der Saison 2010 gibt es hier)

Zwei Boxenstops Pflicht?

So wird z.B. vorgeschlagen zwei Boxenstops zur Pflicht zu machen, hierdurch wird das Feld besser gemischt, man sieht mehr Überholmanöver und die Fahrer sind eher bereit etwas zu riskieren, weil sie keine Angst haben müssen die Reifen zu schonen, damit diese auch ja noch den Rest der Renndistanz halten. Hierdurch würde dann auch die Sicherheit in der Formel 1 noch weiter steigen, würden Fahrer doch dann seltener auf “schlechten” Reifen fahren.

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, durch diese Zwangs-Boxenstops würde ein weitere interessanter Aspekt der Rennen – das Taktieren der Teams – wegfallen.

Bernie Ecclestone möchte Abkürzugen

Bernie Ecclestone hätte gerne seine Idee umgesetzt, dass Abkürzungen auf den Formel 1 Rennstrecken eingebaut werden. Jedem Fahrer soll es dann innerhalb eines Rennens erlaubt sein, diese Abkürzung in einer bestimmten Anzahl von Runden zu nutzen und auf diese Weise z.B. an einem Fahrzeug vorbeizukommen, welches ihn behindert, weil es langsamer fährt als er, er es aber trotzdem nicht schafft “regulär” zu überholen.

Diese Idee von Bernie Ecclestone wird aber auch heftig diskutiert, halten doch viele diese Abkürzungen nicht für den richtigen Weg wieder mehr Pep in die Formel 1 zu bringen.

Allerdings würden diese Abkürzugen sicher mehr Spannung bringen, hier würde den Taktikern der Teams eine tolle neue Möglichkeit gegeben, Rennstrategien umzusetzen. Wenn dann allerdings aller Überholmanöver nur noch durch daas Nutzen der Abkürzung passieren und nicht “normal” auf der Strecke, wäre auch durch diese Idee nicht viel “Action” gewonnen.

RTL überrascht

RTL war von den Quoten des Formel 1 Rennens aus Bahrain (über 10 Millionen Zuschauer) sehr überrascht. Zwar hatte man wegen der Rückkehr von Michael Schumacher mit einem leicht gestiegenen Interesse gerechnet, dass der Schub aber gleich so extrem werden würde kam dann doch unerwartet. Es wäre schade, wenn dieses neue Interesse nun durch langweilige Rennen wieder abflaut.



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