Aschewolke: Eyjafjalla-Aktivität lässt etwas nach – Luftraum weiter gesperrt UPDATE

Eyjafjalla-Aschewolke: Unklare Lage - Testflüge sollen Ergebnisse bringen

Montag, 19. April 2010, 15:24, Pierre Markuse

Aschewolke Eyjafjalla-Aktivität lässt etwas nach - Luftraum weiter gesperrt

Bild: http://www.flickr.com/photos/gsfc/ / CC BY 2.0

Aschewolke: Eyjafjalla-Aktivität lässt etwas nach – Luftraum weiter gesperrt UPDATE

Noch immer sorgt die Aschewolke des Eyjafjalla-Vulkans auf Island für Sperrungen des Luftraums in ganz Europa, die Aktivität des Vulkans hat aber etwas abgenommen, die Asche steigt nicht mehr ganz so weit in die Atmosphäre auf.

Luftraum bleibt weiter gesperrt

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat den Luftraum über Deutschland vorerst bis Dienstag 2.00 Uhr gesperrt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen will heute einen Testflug starten, um die Dichte der Aschepartikel in der Atmosphäre zu messen. Hiervon erhofft man sich weitere Anhaltspunkte auf die Gefahr, die von der Aschewolke ausgeht.

Ob die Deutsche Flugsicherung die Sperrung des Luftraums wegen der Aschewolke erneut verlängert oder eventuell sogar verkürzt ist weiterhin unklar, jedoch sollen spätestens morgen weitere Luftmassen Deutschland erreichen, die Asche mit sich führen, eine Verlängerung ist also nicht unwahrscheinlich.

UPDATE:

Die Lufthansa erhält eine Ausnahmegenehmigung für 50 Landungen von Langstreckenflugzeugen in Deutschland, um Urlauber aus den Ferienländern nach Deutschland zu bringen.


Flughäfen heute geöffnet?

Aschewolke des Eyjafjalla-Vulkans auf Island

Aschewolke des Eyjafjalla-Vulkans auf Island

 

Möglicherweise bekommen einige Flughäfen die Genehmigung für kurze Zeit zu öffnen, sollte sich, wie gestern, ein Loch in der Aschewolke bilden, welches Flugverkehr ermöglicht.

Testflüge der Fluggesellschaften

Bei Testflügen der Fluggesellschaften in Deutschland und auch in Österreich wurde bis jetzt kein Flugzeug durch die Asche beschädigt, man wolle aber für den Betrieb mit Passagieren ganz sicher sein, dass kein Risiko besteht.

Einige Fluggesellschaften kritisieren die Behörden, eine Sperrung des Luftraums wäre angesichts der Ergebnisse ihrer Testflüge nicht nötig.

Ein F-16 der NATO hingegen wurde jedoch am Wochenende beschädigt, die Triebwerke saugten während des Testflugs Asche an, welche durch die große Hitze zu Glas zerschmolzen ist, die Maschine konnte aber sicher landen.

Keine Gefahr für Gesundheit oder Klima

Eine Gefahr für die Gesundheit stellt die Asche über Deutschland indes nicht dar, sie bewegt sich in höheren Luftschichten über Deutschland hinweg und hat am Boden praktisch keinen Einfluss.

Auch Auswirkungen auf das Klima werden nicht erwartet, der Anteil an Schwefeldioxid der die höheren Atmosphärenschichten erreicht ist zu gering um langfristige Effekte zu erzielen.



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