Öl-Katastrophe im Golf von Mexico – Situation spitzt sich zu
Öl aus dem Bohrloch der gesunkenen Plattform "Deepwater Horizon" sorgt für riesige Umweltkatastrophe

Öl-Katastrophe im Golf von Mexico – Situation spitzt sich zu
Die Situation im Gelf von Mexico spitzt sich zu, der Ölteppich bedeckt inzwischen eine Fläche größer als Hessen und aus dem Bohrloch der gesunkenen Ölplattform “Deepwater Horizon” gelangen täglich etwa weitere 800.000 Liter Öl in das Wasser.
Die Ölpattform “Deepwater Horizon” war nach einer heftigen Explosion am 20. April gesunken, Versuche die Plattform zu löschen und zu stabilisieren waren gescheitert. Von den 126 Personen an Bord konnten 115, größtenteils unverletzt, gerettet werden. Elf Personen werden vermisst, man geht davon aus, dass sie während der Explosion zu Tode gekommen sind.
Ölteppich
Der Ölteppich lässt sich wegen des starken Seegangs und Wellen von über vier Metern Höhe nur schwer durch Barrieren aufhalten, in Lousiana erwartet man, dass das Öl im Laufe des Montags erste Strandabschnitte trifft. Die Justizminister der möglicherweise betroffenen Staaten Alabama, Florida, Mississippi, Louisiana und Texas wollten über rechtliche Schritte gegen den Betreiber der Ölplattform, BP, sprechen.
Bereits jetzt bleiben Touristen in den wahrscheinlich betroffenen Gebieten aus und die Grundstückpreise fallen.
BP (British Petroleum) hat inzwischen die volle Verantwortung übernommen und will die Kosten für alle Schäden und die Beseitigung des Ölteppichs übernehmen.
In den nächsten Tagen soll sich das Wetter beruhigen, dass könnte der Teppich mit Barrieren begrenzt werden und durch Chemikalien aufgelöst bzw. kontrolliert abgefackelt werden. Beide Methoden sind aber nur begrenzt von Nutzen, weil die Chemikalien das Ökosystem benfalls schädigen können und auch abgebranntes ÖL umweltschädigende Rückstände im Meer hinterlässt.
Abdichten der Ölquelle – Metallglocke?
Noch wichtiger als das Auflösen des Ölteppichs ist daher das Abdichten des Bohrlochs, denn nur so kann der Schaden für das empfindliche Ökosystem letztlich in Grenzen gehalten werden.
Nachdem das Schließen eines Ventils am Bohrloch durch Unterwasserroboter nun mehrfach gescheitert ist, soll das Bohrloch in den nächsten Tagen mit einer Metallglocke verschlossen werden.
Ganz sicher ob man mit der Metallglocke erfolgreich sein wird, ist man aber nicht. Bisher wurde dieses Verfahren vor allem in flachen Gewässern benutzt, das Bohrloch liegt aber in einer Tiefe von 1.500 Metern.
Sollte die Metallglocke nicht zum Erfolg führen, wird es wohl einige Zeit dauern, bis man das weitere Austreten von Öl aus dem Bohrloch stoppen kann.
Milliarden-Kosten für BP
Für BP könnte die gesamte Aktion sehr teuer werden, einige Experten gehen von Milliarden von Dollar aus, die an Schadensersatzanforderungen auf BP zukommen, wenn das Öl die Strände erreicht.
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