“Top Kill” scheint erfolgreich – Sicherheit erst am Abend

Öl-Austritt am Bohrloch der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko nimmt offenbar ab - Ergebnis wird heute Abend erwartet

Donnerstag, 27. Mai 2010, 15:51, Pierre Markuse

Top Kill scheint erfolgreich - Sicherheit erst am Abend

“Top Kill” scheint erfolgreich – Sicherheit erst am Abend

Die Operation “Top Kill” um das Bohrloch der am 20. April gesunkenen ÖlplattformDeepwater Horizon” zu schließen, aus dem bisher täglich mehrere Hundert Tonnen Öl in den Golf von Mexiko strömten, scheint bisher erfolgreich zu verlaufen.

Momentan verlassen wohl nur noch geringe Mengen Öl das Bohrloch, vermischt mit größeren Mengen Bohrschlamm. 

Ergebnis am Abend

Heute Abend wird sich zeigen, ob “Top Kill” das Bohrloch wirklich verschließen kann. Bei der Operation “Top Kill” werden Anfangs Schlamm und geschredderte Gummiteile mit hohem Druck in das Bohrloch geschossen, wenn dann die Menge des austretenden Öls abnimmt, schießt man Zement hinterher und hofft so, das Bohrloch dauerhaft zu versiegeln.

Diese Methode ist nicht ohne Risiko, besteht doch die Möglichkeit weitere Schäden anzurichten und danach mit einer noch größeren Menge an Öl konfrontiert zu sein, noch verläuft die Aktion aber nach Plan. Bisher wurde ein solches Verfahren noch noch in so großer Tiefe (1.500 Meter) angewendet.

Live Stream des Bohrlochs im Internet

BP stellt einen Livestream der Bohrlochs im Internet zur Verfügung, dieser findet sich hier.

Die gesamte bleibt für BP auch nicht ohne gewaltige finanzielle Folgen, bereits jetzt hat das Unternehmen mehrere Hundert Millionen Euro für die Säuberungsarbeiten und die Versuche das Bohrloch zu verschließen ausgegeben.

Diese Summe wird in den nächsten Wochen noch weiter steigen, denn noch immer schwimmt ein Großteil des Öls im Wasser des Golf von Mexiko und droht Küsten zu verschmutzen, zudem werden noch eine Vielzahl an Schadensersatzforderungen erwartet.

US-Regierung

Auch die US-Regierung reagiert und wird für einen Zeitraum von sechs Monaten keine neuen Bohrungen mehr genehmigen, man wolle erst klären, wodurch es zu dem Zwischenfall kam, und wie sich solche Katastrophen in Zukunft verhindern lassen.



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