Der Mond ist geschrumpft – Etwa 100 Meter Verlust im Durchmesser

Abkühlung des Mondinneren lässt den Erdtrabanten schrumpfen

Freitag, 20. August 2010, 18:53, Sascha Markuse

Der Mond ist geschrumpft – Etwa 100 Meter Verlust im Durchmesser

Laut neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen hat der Mond vor ungefähr 800 Millionen Jahren  noch 100 Meter mehr im Durchmesser besessen. Ein Forscherteam um Thomas Watters von der Smithsonian Institution belegt diese Aussage durch unterschiedliche Aufnahmen.

Aufnahmen der Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter

Das Forscherteam hat verschiedene Mond-Aufnahmen von Apollo-Missionen mit Aufnahmen von der vor einem Jahr gestarteten Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter verglichen. Hierbei entdeckten die Forscher 14 bisher unbekannte Steilhänge, welche nach Ansicht des Forscherteams ein Schrumpfen des Mondes belegen.

Die ersten Steilhänge und Erhebungenwurden während den Mondmissionen von Apollo 15, 16 und 17 in den Jahren 1971 und 1972  aufgenommen, die 14 neuen Steilhänge befinden sich im Gegensatz zu diesen nicht nur im Bereich des Mondäquators, sondern verteilen sich über den gesamten Erdtrabanten.

Der Mond ist wahrscheinlich um 100 Meter geschrumpft

Die entdeckten Veränderungen auf der Mondoberfläche sollen im Vergleich zum Alter des Mondes noch recht jung sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist der Mond vor ungefähr 4,5 Millionen Jahren entstanden.  Studienautor Thomas Watters sagt dazu:

Das gesamte Ausmaß der Kontraktion des Mondes beträgt vermutlich etwa 100 Meter. Die relativ jungen und weit verteilten Abhänge lassen auf eine Kontraktion des gesamten Mondes schließen.

Ursache des Schrumpfens

Laut dem Wissenschaftsteam soll das Schrumpfen die Folge einer Abkühlung des Mondinneren sein. Die Forscher belegen dies durch Modelle über die Entwicklungsgeschichte sowie die Herkunft des Mondes, zudem erlauben auch die Bestandteile des Mondes Rückschlüsse auf die Ursache.



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