Uran-Schmuggler in der Republik Moldau festgenommen – Uran-238

Material eignet sich nicht zum Bau einer Kernwaffe

Donnerstag, 26. August 2010, 8:47, Sascha Markuse

Uran-Schmuggler in der Republik Moldau festgenommen – Uran-238

Polizisten nahmen in der Republik Moldau eine Gruppe mutmaßlicher Uran-Schmuggler fest, welche laut Angaben der Behörden vorhatten, das Uran in Europa zu verkaufen. Zu der Schmuggler-Gruppe sollen auch frühere Beamte des Innenministeriums gehören.

1,8 Kilogramm Uran-238

In einer Garage in der Hauptstadt Chisinau stellte die Polizei insgesamt 1,8 Kilogramm Uran-238 sicher. Zur Bestätigung wurde ein Gramm des radioaktiven Materials in den USA untersucht. Diese bestätigten, dass es sich um das nicht spaltbare Uran-238 handle.

Die Schmuggler hatten geplant das radioaktive Material für neun Millionen Euro in Europa zu verkaufen. Die Polizei hatte bereits im Juli den Hinweis bekommen, dass eine kriminelle Gruppe sich im Ausland um einen Käufer für das Material bemühte.

Schmuggler sollen sich nicht geschützt haben

Die Schmuggler, bei welchen es sich um 7 Personen handeln soll, sollen sich offenbar nicht vor der Strahlung des radioaktiven Materials geschützt haben. Einige der Verdächtigen wurden bereits zuvor in Russland und Rumänien wegen des Besitzes von radioaktivem Material verurteilt.

Das in einem sicheren Container gelagerte Material soll nun in Deutschland auf seine ursprüngliche Herkunft untersucht werden.  Mit hoher Wahrscheinlichkeit soll ein Teil des Materials aus russischen Anlagen stammen.

Material taugt nicht zum Bau einer Kernwaffe

Das radioaktive Uran-238 reicht nicht für den Bau einer Kernwaffe aus, allerdings lässt sich das Material zum Bau einer sogenannten schmutzigen Bombe bauen, welche mit konventionellem Sprengstoff bestückt wird.



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